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Der Nil - Die faszinierende Reise entlang des großen Stromes

12.04.2005 | 10:26 Uhr |

Spannendes Infotainment mit kleinen Schwächen: Eine neue BBC-Produktion nimmt Sie mit zu den Quellen des Nils.

Vor kurzem lief in der ARD wieder eine spielfilmartig gemachte Dokumentationen der BBC. „Der Nil - Die faszinierende Reise entlang des großen Stromes“ beschreibt in drei jeweils 45 Minuten langen Folgen die Bedeutung, Eigenart und Entstehung des fast 6700 Kilometer langen Flusses im Osten Afrikas. Diese Folgen sind seit kurzem auch auf DVD erhältlich.

Die erste Folge mit dem Titel „Königreiche am Fluss“ schildert die Bedeutung, die der Nil für die Entstehung der ägyptischen Hochkultur hatte. Allerdings handelt es sich dabei weniger um eine historische Dokumentation. Stattdessen vermittelt der erste Teil eher geografisch-biologische Zusammenhänge, er klärt über die Flora und besonders die Fauna entlang des Niltals auf und beschreibt die daraus resultierenden Auswirkungen auf das religiöse Denken der alten Ägypter. Der Film dreht sich dabei im Wesentlichen um zwei Punkte: Um die wichtigsten Tiere des Nils und ihren Entsprechungen in der ägyptischen Götterwelt sowie um die Rolle des Pharaos als Vermittler zwischen den Menschen und den Göttern. Dies geschieht durchwegs durch nachgespielte Szenen aus dem alten Ägypten, erklärt von einer Sprecherstimme.

Obwohl der Zuschauer durchaus einen Eindruck von den Zusammenhängen zwischen Nil, Nilflut, der durch den Fluss ermöglichten Landwirtschaft und den religiösen Vorstellungen der Ägypter gewinnt und das Bildmaterial durchwegs von beeindruckender Qualität ist, schwächelt der erste Teil etwas. Vieles von dem Gesagten ist bereits bekannt, die genaueren Strukturen und die Geschichte der drei ägyptischen Reiche und ihrer Nachfolgestaaten werden - anders als der Titel vermuten lässt - nicht vermittelt.

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