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Der Chaos Computer Club wird 25

13.09.2006 | 14:55 Uhr |

Seit 25 Jahren setzen sich die Mitglieder des CCC für Informationsfreiheit in Datennetzen ein.

Im September 1981 wurde der Chaos Compuer Club in den Räumen der Berliner Tageszeitung taz ins Leben gerufen. Auch um nicht als terroristische Vereinigung zu gelten, wurde der CCC als eingetragener Verein nach deutschem Recht gegründet.

Der CCC versteht sich als Forum der Hackerszene, setzt sich für weltweite Informations- und Kommunikationsfreiheit ein. Die Förderung des Wissens um technische Zusammenhänge und Hintergründe ist eines der wichtigsten Ziele des Clubs. Eine "Hackerfahrschule" für Möchtegerne will der CCC hingegen nicht sein.

In das Licht der breiten Öffentlichkeit tritt der CCC meist durch mehr oder weniger spektakuläre Aktionen, die Aufmerksamkeit auf erkannte Probleme lenken sollen. Der Eigenbau eines nicht zugelassenen Modems (das "Datenklo") oder der BTX-Hack sind frühe Beispiele dafür. Seit 1984 gibt der CCC seine Zeitschrift "Datenschleuder" heraus. Der Potsdamer Radiosender " Fritz " strahlt seit 1995 monatlich das " Chaosradio " aus, das auch via Internet, Satellit oder als Podcast empfangen werden kann.

Heute gehören Problemkreise wie zum Beispiel RFID, biometrische Reisepässe, die Weitergabe von Flugpassagierdaten, staatliche Überwachung von Datennetzen und Einschränkungen der Informationsfreiheit zu den zentralen Themen der CCC-Aktivitäten. Jährlich findet zwischen Weihnachten und Neujahr der Chaos Communication Congress statt. Der " 23C3 " in Berlin steht in diesem Jahr unter dem Motto "Who can you trust?".

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