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Der Antivirus-Test für Zwischendurch

27.11.2006 | 16:17 Uhr |

Ein aktueller Vergleich von Malware-Erkennungsraten nahezu aller erhältlichen Antivirus-Programme zeigt in einigen Fällen Verbesserungen gegenüber dem letzten Test, andere sind weiter abgerutscht.

Das Antivirus-Testlabor AV-Test hat im Rahmen eines umfassenden Testlaufs die Malware-Erkennung von 33 Antivirus-Programmen mit mehr als 460.000 Malware-Dateien geprüft. Gegenüber einem ähnlichen Test Ende September 2006 kamen nicht nur neuere Schädlinge sondern mit den Würmern auch eine weitere Malware-Klasse hinzu.

Alle Produkte wurden mit dem Update-Stand 11.11.2006 getestet. Etwa zehn Tage lang waren 16 Core-Duo-PCs rund um die Uhr damit beschäftigt knapp 469.000 verschiedene Malware-Dateien mit 33 Antivirus-Programmen zu scannen. Neben über 83.000 Würmern bestand die Schädlingssammlung aus mehr als 86.000 Bots, 218.000 Trojanischen Pferden und 79.000 Backdoors.

Die Überraschungssieger aus dem Septembertest, Webwasher und Antivir, konnten auch dieses Mal wieder die ersten beiden Plätze erringen. Den dritten Platz verteidigte G Data AVK 2007. Fortinet konnte sich deutlich verbessern und verdrängte AVK 2006 vom vierten Platz. Auch die österreichische Antivirus-Schmiede Ikarus konnte mehrere Plätze gutmachen. Microsoft kämpft weiter um den Anschluss an die Oberklasse. Als einziger Kandidat blieb das Open-Source-Projekt Clam AV unter einer Gesamterkennungsrate von 50 Prozent und rutschte auf den letzten Rang ab.

Die reine Erkennungsleistung eines Antivirus-Programms kann jedoch nur eines von mehreren Kriterien bei der Auswahl des für den jeweiligen Einsatzzweck geeignetsten Produkts sein. Aspekte wie Preis, Bedienerfreundlichkeit, wenige Fehlalarme und geringer Ressourcenverbrauch spielen auch eine wichtige Rolle. Die besten Erkennungsraten helfen nicht, wenn der Rechner soweit ausgebremst wird, dass er kaum noch zu benutzen ist. Ein preisgünstiges oder gar kostenloses Produkt, das zu viele Schädlinge übersieht, bietet einfach nicht den nötigen Mindestschutz. Somit liefert diese Momentaufnahme lediglich einen Anhaltspunkt, wie gut die Antivirus-Hersteller mit der Vielzahl täglich neu auftauchender Schädlinge Schritt halten können.

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