23.03.2012, 18:52

Michael Söldner

Dementi

Xbox 720 wird keine Gebrauchtspiele blockieren

©microsoft.com

Die Nachfolgekonsole der Xbox 360 wird nicht wie anfangs vermutet das Abspielen gebrauchter Games durch technische Mechanismen verhindern.
Im Januar gab es Gerüchte, nach denen die Nachfolgekonsole von Microsofts Xbox 360 die Nutzung von gebrauchten Spielen durch auf dem Datenträger gespeicherte Informationen verhindern könnte. Diesen Vermutungen erteilte Pain Raines, Chef des Spiele-Händlers GameStop, nun eine Absage.

Durch seine engen Beziehungen mit Microsoft will er erfahren haben, dass derartige Mechanismen in der Praxis einfach nicht funktionieren würden. Außerdem erinnert er daran, dass auch gebrauchte Spiele einen hohen Stellenwert einnehmen würden. Über 1,2 Milliarden US-Dollar würden bei GameStop weltweit durch den Wiederverkauf gebrauchter Spiele erwirtschaftet. Die Bedeutung diesen Marktsegments sei groß und würde stetig zulegen.
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Den Konsolenherstellern sind gebrauchte Spiele natürlich ein Dorn im Auge, da sie an den Wiederverkäufen nicht beteiligt werden und durch Lizenzgebühren nur an neuen Titeln mitverdienen. Der Second-Hand-Markt mit Videospielen wird von einigen Branchenvertretern schon jetzt als gefährlicher angesehen als die Software-Piraterie über das Internet. Ob ein erneuter Vorstoß der Industrie zu einer Reduzierung des Gebrauchtmarkts künftig ausbleibt, darf also bezweifelt werden.
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