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Dells Ex-CEO bekommt 53,5 Millionen Dollar auf die Hand

10.08.2007 | 13:55 Uhr |

Um genau zu sein: Neben der Abfindung von fünf Millionen Dollar erhält der ehemalige Dell-CEO Kevin Rollins 48,5 Millionen Dollar für seine angesammelten Aktienoptionen.

Der texanische Computerbauer Dell wird seinem ehemaligen CEO Kevin Rollins 48,5 Millionen Dollar für seine insgesamt 7,4 Millionen Aktienoptionen zahlen. Hinzu kommt die reguläre Abfindung in Höhe von fünf Millionen Dollar, die bis April 2008 in Raten ausgezahlt wird.

Der Manager war zu Beginn des Jahres vom Firmengründer und Verwaltungsratschef Michael Dell abgelöst worden - wegen Erfolglosigkeit. Unter seiner Ägide hatte Dell die Spitzenposition im PC-Markt wieder an Hewlett-Packard (HP) abgegeben. Die 48,5 Millionen Dollar sollen 45 Tage nach Veröffentlichung der offiziellen Bilanz für das Fiskaljahr 2007 gezahlt werden, die Aufgrund nötiger Neuberechnungen lange überfällig ist. Derzeit untersucht ein Team von Dell gemeinsam mit der US-Börsenaufsicht SEC und einer US-Staatsanwaltschaft die Zahlen. Dell hatte bereits eingeräumt, dass "Anzeichen für Fehlverhalten" bei der Bilanzierung festgestellt wurden. Wann der Jahresabschluss fertig sein wird, kann Dell derzeit noch nicht sagen.

Seit dem Abgang von Rollins hat Firmenchef Dell einige gravierende Veränderungen eingeleitet: PCs werden nun auch im Einzelhandel verkauft, CPUs kommen nicht mehr ausschließlich von Intel, und mit Ubuntu hat der Konzern eine Alternative zu Windows in das Sortiment aufgenommen. Zudem hat Dell begonnen, Firmen aufzukaufen, beispielsweise Silverback, ASAP Software und zuletzt Zing. Darüber hinaus müssen rund 8.800 Mitarbeiter gehen, etwa zehn Prozent der Belegschaft.

Dieser Artikel stammt von Computerwoche.de .

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