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Dell hat kaputte Rechner verkauft - Update

01.07.2010 | 10:51 Uhr |

Aufgeplatzte Mainboard-Kondensatoren schütteten Elektrolyt ins PC-Innere - Dell hat defekte Rechner wissentlich verkauft und steht jetzt vor Gericht. Update: Das sagt Dell dazu.

Der Computer-Händler Dell hat wissentlich fast 12 Millionen defekte PC-Komponenten verkauft, geht aus den der New York Times vorliegenden Gerichtsunterlagen hervor. Die Mainboard-Kondensatoren der Optiplex-PC-Reihe aus den Verkaufsjahren von 2003 bis 2005 sollen eine Ausfallrate von 97 Prozent aufweisen. Die Kondensatoren seien aufgeplatzt und auslaufendes Elektrolyt sorgte für Bootprobleme und Kurzschlüsse.

Im Extremfall, schreibt die New York Times, sollen die defekten Teile gar einen Brand auslösen können. Nach der Klage des Providers AIT musste Dell den Fehler jetzt vor Gericht eingestehen. Wie die New York Times weiter schreibt, habe Dell das Problem unter den Tisch kehren wollen und bei Reparatur der betroffenen PCs das defekte Mainboard durch ein neues ebenfalls defektes Mainboard ersetzt. Das Verfahren läuft noch.

Update - Das sagt Dell: Dieser Vorfall liegt in der Vergangenheit und hat keinen Bezug auf aktuelle Dell-Produkte. Das Verfahren ist 3 Jahre alt, die Kondensatoren wurden zwischen 2003 und 2005 verbaut. Dell hat mit seinen Kunden nach einer Lösung gesucht und die Garantie auf alle Optiplex-Mainboards bis zum Januar 2008 verlängert. Die Kondensatoren des Zulieferers Nichicon wurden auch von anderen Herstellern verwendet. Das Dell mehr als andere betroffen war, ist reine Spekulation. Im Gerichtsverfahren geht es nicht um aktuelle Dell-Produkte. Dell verhält sich dem Kunden gegenüber verantwortlich und konzentriert sich weiter auf den Kunden, seine Wünsche. Dell verzeichnet wachsende Erfolge seines hochwertigen Kundenservices - so Dell.

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