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Dell stoppt Linux-PCs

03.08.2001 | 10:34 Uhr |

Still und leise hat der texanische PC-Hersteller Dell sein Angebot eingestellt, PCs und Laptops mit vorinstalliertem Linux auszuliefern. Die geringe Kunden-Nachfrage nach Linux-Rechnern habe Dell dazu bewogen.

Still und leise hat der texanische PC-Hersteller Dell sein Angebot eingestellt, PCs und Laptops mit vorinstalliertem Linux auszuliefern. Die geringe Kunden-Nachfrage nach Linux-Rechnern habe Dell dazu bewogen, wie unser Schwestermagazin Infoworld berichtet.

Die Entscheidung kam überraschend. Dell hatte in letzter Zeit in mehrere Linux-Unternehmen wie Red Hat und die mittlerweile in Konkurs gegangene Firma Eazel investiert. Außerdem hatte Michael Dell, Gründer und CEO des gleichnamigen Unternehmens, auf der letztjährigen LinuxWorld noch betont, dass "das Einzige, was noch schneller als Linux wachsen würde, Linux auf Dell-Rechnern sei".

Während Dell viele Server und Workstations mit Linux absetzt, sei der Verkauf von Desktop-Rechnern und Laptops mit Linux gering geblieben, wie Sarah Lavender, Pressesprecherin bei Dell, mitteilte.

Deshalb habe Dell den Vertrieb von Linux-Rechnern -und Laptops bereits vor sechs Wochen eingestellt, ohne dies in der Öffentlichkeit publik zu machen, wie Lavender weiter ausführt. Dell hatte Lavender zufolge erwartet, dass eine größere Zahl von Kunden, die Linux-Serversysteme kaufen, auch Linux-Desktop-PCs ordern würden. Diese Hoffnung habe sich jedoch nicht erfüllt.

Für Kunden, die mindestens 50 Geräte abnehmen, gibt es allerdings weiterhin die Möglichkeit, Rechner mit vorinstalliertem Linux zu erhalten.

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