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Dell: Linux-Notebook kostete mehr als Vista-Notebook

17.07.2007 | 12:53 Uhr |

Dell ist beim Verkauf seines Linux-Notebooks eine peinliche Panne unterlaufen. Das Inspiron 1420N-Notebook mit vorinstalliertem – kostenlosen(!) – Ubuntu-Linux kostete nämlich mehr als ein vergleichbares Notebook mit Windows Vista. Dell hat sich jetzt dafür entschuldigt und den Fehler korrigiert.

Seit Mai verkauft Dell in den USA auch Notebooks mit vorinstalliertem Ubuntu , andere Staaten sollen folgen . Doch wer sich ein Inspiron 1420-Notebook im Online-Shop von Dell zusammenstellte und das Ergebnis mit einem ansonsten identischen Windows Vista-Gerät verglich, erlebte sein blaues Wunder: Das Linux-Notebook war nämlich um 250 Dollar teurer als das Vista-Modell. Prompt gab es in diversen Linux-Foren wütende Proteste.

Wer jetzt aber glaubt, Dell habe nach dem Motto "wir verkaufen ein kostenloses Betriebssystem für viel Geld" eine neue Geldquelle aufgetan, der irrt. Und es steckt auch keine Intrige von Microsoft dahinter. Dell hat den Fehler nämlich mittlerweile eingeräumt und sich dafür entschuldigt.

Laut Dell handelt es sich bei der völlig überzogenen Preiskalkulation für das Linux-Notebook um ein Versehen. Man habe den Preis für das Ubuntu-Notebook viel zu hoch angesetzt. Dieser Fehler sei mittlerweile behoben.

Dell äußerte sich allerdings nicht zur Frage, ob denn tatsächlich jemand ein derart überteuertes Ubuntu-Notebook gekauft habe und ob die betreffende Person in diesem Fall Geld zurück bekommen würde.

Wer jetzt im amerikanischen Online-Shop von Dell nach einem Inspire 1420N-Notebook mit Ubuntu Linux sucht, kann sich das preiswerteste Modell für 774 Dollar zusammenstellen. Das günstigste Inspire 1420 mit Vista kostet ab 819 Dollar. Das Linux-Notebook ist für diesen Preis aber ohne jeden Support. Sofern man ein Inspire 1420N mit Linux-Support kaufen will, muss man dafür extra zahlen.

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