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Defekte Laufwerke in Compaq-PCs

1,7 Millionen in den USA verkaufter Presario-PCs von Compaq haben ein defektes Diskettenlaufwerk. Das hat der PC-Hersteller jetzt zugegeben. In einem an alle Presario-Besitzer gerichteten Brief erklärte er, dass ein Problem im Floppy-Disk-Controller "in seltenen Fällen das Abspeichern von Daten auf einer Diskette beeinträchtigen" könne. Man habe aber bereits einen Patch im Internet veröffentlicht, mit dem sich der Fehler beheben lasse.

1,7 Millionen in den USA verkaufter Presario-PCs von Compaq haben ein defektes Diskettenlaufwerk. Das hat der PC-Hersteller jetzt zugegeben. In einem an alle Presario-Besitzer gerichteten Brief erklärte er, dass ein Problem im Floppy-Disk-Controller "in seltenen Fällen das Abspeichern von Daten auf einer Diskette beeinträchtigen" könne. Man habe aber bereits einen Patch im Internet veröffentlicht, mit dem sich der Fehler beheben lasse.

Wie der US-Dienst CNet berichtet, soll der Bug dem ähneln, der Toshiba im Oktober letzten Jahres zu einer groß angelegten Rückrufaktion veranlasst hatte. Die selben Anwälte, die damals eine außergerichtliche Entschädigung von 2,1 Milliarden Dollar von Toshiba erstritten hatten, haben jetzt gegen Compaq USA eine Milliardenklage eingereicht.

Laut Compaq tritt der "theoretisch mögliche" Datenverlust in der Praxis nur selten auf. Tatsächlich gebe es auch bisher nicht einen einzigen Fall, wo ein Kunde berichtet habe, dass der Datenverlust durch die schadhaften Controller des Diskettenlaufwerks wirklich eingetreten sei. Das hatte auch Toshiba behauptet, dann aber doch einem außergerichtlichen Vergleich zugestimmt, um noch höhere Forderungen der Gegenseite zu verhindern. Compaq ist dagegen nicht bereit, sich mit den Anwälten außergerichtlich zu einigen. (PC-WELT, 02.03.2000, sp)

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