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Debitel stagniert im Geschäftsjahr 2006

08.03.2007 | 09:29 Uhr

Der größte deutsche Mobilfunk-Provider konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2006 kaum zulegen und verbuchte beim EBITDA 140 Millionen Euro. Kaum ausgebaut wurde hingegen der Kundenstamm, beim Umsatz verzeichnete der Anbieter sogar einen Rückgang. Im neuen Jahr plant debitel durch neue Tarife und Dienste zu wachsen.

Für den Mobilfunk-Provider debitel verlief das vergangene Geschäftsjahr 2006 wenig erfreulich. In einem schwierigen Marktumfeld mit sinkenden Minutenpreisen um knapp zehn Prozent verzeichnete der Anbieter einen leichten Rückgang des Umsatzes um 40 Millionen Euro auf 1,96 Milliarden Euro. Immerhin legte die EBITDA-Marge um 0,4 Prozent auf 7,2 Prozent zu, der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag somit bei 140 Millionen Euro. Enttäuschend war das Kundenwachstum: Innerhalb der Jahresfrist legte der Provider um 100.000 Kunden auf insgesamt neun Millionen Nutzer zu, jedoch wurden mit debitel-light knapp 250.000 Kunden an blau.de verkauft.

Interessant ist die Entwicklung des durchschnittlichen Umsatzes je Teilnehmer (ARPU): Im Vergleich lagen die Erträge durch Neukunden im Postpaid um mehr als zehn Prozent höher als bei den Bestandskunden. Einsparungen erzielte das Unternehmen bei Sach- und Personalleistungen, sie gingen im vergangenen Jahr um 13 Prozent zurück. Zum Jahreswechsel beschäftigte debitel 1.289 Mitarbeiter. "Auch 2007 werden wir unsere Kostenstruktur optimieren", so Finanzvorstand Preisig, "allerdings konzentrieren wir uns im Schwerpunkt auf die Sach- und Gemeinkosten, um Marktauftritt und Vertriebskraft zu stärken".

Im laufenden Jahr soll die Integration des Tochterunternehmens _dug AG deutliche Wachstumsimpulse liefern. Mit 550 eigenen Shops in 2007 werde debitel nach eigenen Angaben die Nummer Drei unter den deutschen Telekom-Vermarktern. Insgesamt verfügt das Unternehmen über 7.000 Vertriebspunkte. Durch zielgruppen-spezifische Tarife und Dienste soll die Attraktivität der Marke debitel optimiert werden, dabei konzentriert man sich auf Kundengewinnung und -bindung.

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