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DeCSS-Schöpfer erneut freigesprochen

23.12.2003 | 12:26 Uhr |

Ein Berufungsgericht in Oslo hat gestern Jon Lech Johansen erneut freigesprochen und damit ein Urteil aus niederer Instanz bestätigt. Johansen hatte das Programm "DeCSS" geschrieben und in Umlauf gebracht. Dieses umgeht den Kopierschutz kommerzieller DVDs und ermöglicht es, diese auf Linux-PCs abzuspielen (und Raubkopien anzufertigen).

Ein Berufungsgericht in Oslo hat gestern Jon Lech Johansen, besser bekannt als "DVD Jon", erneut freigesprochen und damit ein Urteil aus niederer Instanz bestätigt, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Johansen hatte im Alter von 15 Jahren - mittlerweile ist er 20 - das Programm "DeCSS" geschrieben und in Umlauf gebracht. Dieses umgeht den Kopierschutz kommerzieller DVDs und ermöglicht es, diese auf Linux-PCs abzuspielen (und Raubkopien anzufertigen).

Er war daraufhin von norwegischen Strafverfolgern im Auftrag der Motion Picture Association of America ( MPAA ) verklagt worden. Das Berufungsgericht folgte bei seinem neuerlichen Freispruch der erstinstanzlichen Argumentation, Johansen habe DeCSS nicht in der Absicht geschrieben, Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Filmen anzufertigen, und auch selbst keine solchen Kopien angefertigt.

Die MPAA und norwegischen Behörden können theoretisch nochmals Berufung einlegen und den Fall vor den norwegischen Obersten Gerichtshof bringen. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.

Norweger knackt angeblich Apples "iTunes"-Kopierschutz (PC-WELT Online, 25.11.2003)

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