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De-Mail: Vereinfachte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kommt per PGP-Plugin

09.03.2015 | 09:53 Uhr |

Die De-Mail-Anbieter Deutsche Telekom, Francotyp-Postalia sowie United Internet (1&1, Web.de und GMX) führen im April 2015 ein vereinfachtes Verfahren für die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Dann kann man sich ein Plugin im Browser installieren und damit seine DE-Mails verschlüsseln. Auch die bei der Anmeldung nötige Identifikation für den De-Mail-Dienst soll einfacher werden. Damit soll die bisher lahmende De-Mail neues Leben eingehaucht bekommen.

Die DE-Mail ist bis jetzt ein Ladenhüter und hat laut einem Bericht der Bundesregierung noch nicht die „kritische Masse“ erreicht. Das könnte sich ändern, wenn im April eine einfach umzusetzende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kommt.

PGP-Verschlüsselung per Browser-Plugin

De-Mail-Nutzer können ab April von den Internetseiten ihrer DE-Mail-Anbieter ein Plugin herunterladen und darüber die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung installieren. Dieses Plugin gibt es für die Internet-Browser Firefox und Chrome. Die Verschlüsselung basiert auf dem weltweit anerkannten PGP (Pretty Good Privacy)-Verfahren.

Bereits heute können De-Mail-Nutzer ihre Dokumente auf dem bereits verschlüsselten Transportweg zusätzlich Ende-zu-Ende verschlüsseln. Dies erfordert aber technisches Know-how und ist umständlich.

Erleichterte Erstidentifikation für De-Mail

Wer ein Online-Bankkonto hat, soll dieses künftig bei der De-Mail-Anmeldung im Internet angeben können, um den De-Mail-Account vom Computer aus vollständig elektronisch eröffnen zu können. Da sich Bankkunden ohnehin auf hohem Niveau ausweisen müssen, wenn sie ein Konto eröffnen, wird diese Identifikation künftig auch für die De-Mail-Erstregistrierung übertragbar sein.

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