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Datingsites & Valentinstag lassen Gangsterherzen höher schlagen

10.02.2006 | 15:12 Uhr |

Bald ist wieder Valentinstag, der Tag der Liebenden. Und der Online-Gangster. Denn an diesem Tag kursieren besonders viele Mails mit Malware im Gepäck. Und das restliche Jahr über versuchen Betrüger mit immer mehr Online-Kontaktseiten Opfer zu finden.

Nach einer Meldung des Sicherheitsunternehmens Internet Security Systems (ISS) ist die Zahl der Online-Kontaktbörsen innerhalb der letzten zwölf Monate um 17 Prozent gestiegen. Die Sicherheitsexperten machen dafür aber keineswegs Unternehmen verantwortlich, die an der Partnersucher online einfach nur verdienen wollen. Sondern sie vermuten, dass zunehmend Gangster fingierte Online-Dating-Seiten ins Netz stellen, um liebeshungrigen Surfern eine Falle zu stellen, wie die südafrikanische Web-Seite MyADSL berichtet.

Wenn die Sicherheitsexperten von ISS mit ihrer Vermutung richtig liegen, haben Betrüger auf vorgeblichen Datingsites gefährlichen Code eingebaut. Wenn der ahnungslose Surfer sich auf den Seiten umsieht, versuchen die Angreifer Sicherheitslücken auszunutzen, um ihre Malware oder ihren Code auf dem Rechner des Anwenders auszuführen. Auf dem Rechner zeichnen die Backdoors mit Hilfe von Keyloggern dann beispielsweise eingetippte Passwörter oder Zugangsdaten fürs Online-Banking auf und senden diese an den Betrüger.

Oder die Fallensteller versuchen den Surfer dazu zu verleiten, Passwörter direkt anzugeben. Oder sie versuchen dessen Mailadresse zu bekommen, um ihn anschließend mit Spam bombardieren zu können.

Die meisten neuen Dating-Seiten sind dem Bericht nach im vergangenen Jahr in folgenden Staaten entstanden: USA (42,9 Prozent Zuwachs), Deutschland (20,2), China (8,9), Niederlande (7,9) und Russland (7).

Dem kommenden Valentinstag am 14. Februar sehen die Experten denn auch mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie rechnen nämlich damit, dass dann wieder verstärkt Mails mit angeblichen Liebesgrüßen unterwegs sind. Doch statt roter Rosen haben die virtuellen Grüße oft Malware im Gepäck. Dahinter stünden keineswegs nur amateurhafte Hobby-Hacker, sondern oft professionelle Banden.

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