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Datenverschlüsselung: deutsche Unternehmen führend

24.05.2007 | 10:35 Uhr |

Die gute Nachricht vornweg: was Datenverschlüsselung betrifft, sind deutsche Unternehmen führend.

Laut einer von Ponemon erhobenen Studie zum Einsatz von Verschlüsselungslösungen sind deutsche Unternehmen führend. 72 Prozent der Firmen hier zu Lande planen den Verschlüsselungseinsatz strategisch; gesetzliche Vorgaben forcieren die Einführung der Datenverschlüsselung

Außerdem zeigt die vom Ponemon Institute durchgeführte Befragung "2007 Annual Study: Enterprise Encryption Trends" auf, dass 26 Prozent der an der Studie beteiligten Unternehmen bereits über eine Strategie zur Datenverschlüsselung verfügen. Für 24 Prozent der Befragten waren dabei Vorgaben durch den Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie die gesetzlichen Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) maßgeblich entscheidend beim Einführen von Verschlüsselungslösungen.

Ponemon hat 449 in Deutschland ansässige IT-Verantwortliche, Analysten und andere Entscheider befragt. 61 Prozent der Befragten nahmen Positionen auf Geschäftsführungsebene ein.

81 Prozent der Befragten stuften zwei charakteristische Plattformeigenschaften als wichtig oder sehr wichtig ein: automatisiertes Umsetzen von Regeln und von Aufgaben wie der Schlüsselverwaltung. Als die drei Hauptgründe für den Einsatz einer Verschlüsselungsplattform wurden genannt: konsequentes Umsetzen der Richtlinien über alle Applikationen hinweg (58 Prozent der Befragten), Senkung der Betriebskosten (57 Prozent) und Integration von Verschlüsselungslösungen unterschiedlicher Hersteller (43 Prozent).

Ponemon hat auch gefragt auf welchen Medien und in welchen Applikationen Daten verschlüsselt werden sollen: Am häufigsten Daten auf Bandlaufwerken verschlüsselt, es folgen Notebooks, Dateiserver und E-Mail-Archive.

"Die Akzeptanz von Verschlüsselungsplattformen ist in deutschen Unternehmen am größten", kommentiert Phillip Dunkelberger, Präsident und CEO der PGP Corporation , die Ergebnisse der Ponemon-Studie.

"Es zeigt sich, dass die Verschlüsselung ein wirkungsvolles Werkzeug zum Schutz der Daten ist. Mit dieser Untersuchung zur Akzeptanz von Verschlüsselungslösungen liefert Ponemon einen weiteren detaillierten Einblick in die Praxis, der gleichzeitig für viele Unternehmen Anlass sein sollte, sich mit ihrer Sicherheits-Infrastruktur zu beschäftigen."

Im Rahmen der Studie des Ponemon-Instituts wurden zudem Mitarbeiter von Unternehmen in den USA und in Großbritannien befragt. Auch hier sah die große Mehrheit der Befragten den Nutzen einer Verschlüsselungsplattform beim Schutz der Daten, bei der Senkung der Betriebskosten und bei der Vermeidung redundanter Aufgaben. In den USA nannten die meisten Befragten die Absicherung von Laptops vor Datenverlusten als einen der Hauptgründe für den Einsatz von strategischen Verschlüsselungslösungen.

Unternehmen in Großbritannien sahen den Schutz ihres Markennamens und ihres Images als wichtigsten Grund für die Einführung von Verschlüsselungstechnologien. In den USA gaben nur 16 Prozent der Befragten an, dass bei ihnen eine unternehmensweite Verschlüsselungsstrategie eingesetzt werde, in Großbritannien lag dieser Anteil bei lediglich neun Prozent. Zu Vergleich: in Deutschland setzen bereits 26 Prozent der Befragten Verschlüsselungstechnologien ein. (rw)

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