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Die Welt der Protokolle

11.02.2008 | 12:29 Uhr |

Immer mehr Deutsche nutzen das Internet: entweder als Informationsbeschaffung oder für das Versenden von Nachrichten - und das täglich. Doch was passiert da?

Häufig werden Daten per Mail übermittelt. Die Nachrichten werden dabei per Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) verschickt, über das die beteiligten Einheiten miteinander kommunizieren. Wer in seinem Mail-Programm auf "Senden" klickt, schickt seine Nachricht und mögliche Anhänge an einen Mail-Server, der in der Regel bei einem Provider, also einem Internet-Dienstanbieter, steht. Dieser Mail-Server - ein Rechner, der ausschließlich für die Mail-Übermittlung genutzt wird - gibt das Geschriebene weiter an den Mail-Server des Empfängers.

Das Abrufen von Mails wird von den Protokollen Internet Message Access Protocol (IMAP) oder Post Office Protocol (POP) unterstützt. Wer IMAP nutzt, sieht zunächst nur eine Nachrichtenvorschau auf seinem Bildschirm. Diese ist dann als Betreff im Postfach sichtbar. Sobald der Benutzer die E-Mail auswählt, wird sie auf den eigenen Rechner heruntergeladen. POP arbeitet dagegen ohne ständige Verbindung mit dem Mail-Server. Der Benutzer lädt die Nachrichten herunter, anschließend wird die Verbindung wieder getrennt.

Eine andere Form des Datenaustausches bietet das File Transfer Protocol (FTP). Es ermöglicht die Bereitstellung von Daten auf einem Web-Server. Verschiedene Benutzer können über ihren Internet-Anschluss auf den FTP-Server zugreifen und Daten herunter- und hochladen. Das HTTP (Hypertext Transfer Protocol) setzt sich jedoch in Sachen Download gegenüber FTP immer mehr durch.

Für unbedarfte Internet-Nutzer ist eine etwas exotischere Form des Datenaustausches "Peer-to-Peer" (P2P). Nicht ein großer Server, sondern viele einzelne Rechner verschiedener Nutzer sind die Hauptakteure. P2P ist Besitzern von Urheberrechten ein Dorn im Auge. Denn diese Möglichkeit des Datenaustausches wird intensiv zum kostenlosen Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Daten, zum Beispiel Filmen und Musik, genutzt.

Alle Dateien, die ein P2P-User herunterlädt, stellt er gleichzeitig dem gesamten P2P-Netzwerk zur Verfügung. Auch Internet-Dienstanbieter freuen sich wenig über diese Praxis, da der Nutzer seine Leitung damit deutlich über dem Durchschnitt belastet.

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