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Datenverlust: Laptop im Taxi und andere Pannen

16.05.2007 | 08:45 Uhr |

Laut den Ergebnissen einer Umfrage sind nahezu die Hälfte aller Datenverluste auf Diebstahl oder liegen gelassene Geräte zurück zu führen. Jedes vierte Unternehmen fertigt keine Backups von Notebook-Daten an.

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat die Ergebnisse einer Umfrage zu Datenverlusten im Unternehmen vorgelegt, für die es 200 IT-Manager in Deutschland befragt hat. Daraus geht hervor, dass ein Drittel der befragten Unternehmen keine regelmäßigen Backups von auf Notebooks gespeicherten Daten anfertigt, ein Viertel sogar überhaupt keine. Das verwundert umso mehr, als etwa 42 Prozent der Datenverluste auf Gerätediebstahl oder Liegen lassen
zurückzuführen sind.

Die Situation klingt vertraut: Hektik am Flughafen, hoffentlich bekommt man den Flug noch, geschafft. Doch dann der Schreck: wo ist mein Notebook?! Es ist wohl im Taxi liegen geblieben oder einem dreisten Dieb in die Hände gefallen. Alle gespeicherten Daten - die wichtige Produktpräsentation, die Kundendatenbank, wichtige Mails - sind damit weg. Sie können, da sie oft nicht verschlüsselt sind, auf Umwegen in die Hände eines Mitbewerbers fallen.

Notebooks, PDAs und Smartphones verschwinden meist aus Autos (46 Prozent), am Flughafen oder in der Bahn - aber auch im eigenen Unternehmen. Der finanzielle Schaden, der durch den Datenverlust entsteht, wird von 25 Prozent der befragten Unternehmen mit 1000 bis 5000 Euro angegeben, bei sechs Prozent sind es gar mehr als 10.000 Euro.

Gerade einmal zwei Drittel der Firmen erstellen regelmäßige Backups von Daten, die auf mobilen Geräten gespeichert sind. Bei 40 Prozent der Befragten sind dabei die Benutzer selbst für die Backups verantwortlich. Das birgt die Gefahr, dass die Sicherung der Daten im Alltagsstress allzu oft unterbleibt.

Symantec empfiehlt daher einige Grundsätze zum Umgang mit mobilen Daten. So sollten Unternehmen Regeln für das Backup aufstellen und die Daten in möglichst kurzen Abständen mit einem zweiten Gerät synchronisieren. Außerdem sollten die Daten verschlüsselt gespeichert werden. Bei hochsensiblen Daten sollte eine automatische Software die Daten vernichten, wenn mehrmals ein falsches Passwort eingegeben wird oder die Daten zu lange nicht mehr abgeglichen worden sind.

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