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Kundendaten von Arcor landeten auf Schwarzmarkt

Wie leicht sensible Kundendaten in falsche Hände geraten können, zeigt der neueste Fall von Datenverlust bei Arcor. Demnach gerieten Datensätze von Arcor-Kunden auf den Schwarzmarkt.

Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital in seiner neuesten Print-Ausgabe. Konkret seien Kundendaten von Arcor, das mittlerweile zu Vodafone gehört, und von Unitymedia betroffen – letzteres ist ein TV-Kabelnetzbetreiber. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt bereits. Die Staatsanwaltschaft geht von insgesamt rund 200.000 betroffenen Datensätzen aus.

Die Arcor-Kundendaten (Name, Adresse, Telefonnummer) gerieten laut dem Capital-Bericht über Callcenter-Betreiber auf den Schwarzmarkt. Vodafone versucht sich in Schadensbegrenzung und betont, dass es sich um Datensätze aus dem Jahr 2000 handeln würde. Kontodaten seien nicht betroffen.

Der Datenverlust von Arcor ist somit das neueste Beispiel dafür, wie leicht sensible Kundendaten in fremde Hände gelangen können. Zuletzt machte vor allem die Telekom-Tochter T-Mobile mit verlorenen Kundendaten Schlagzeilen. Kurioserweise stammten die jetzt entdeckten Arcor-Kundendaten aus Datenmaterial, das im Rahmen des Datenskandals bei der Deutschen Telekom entdeckt wurde und das die Ermittler zunächst für Daten von Telekom-Kunden hielten.

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