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Datensicherheit in der Forschung unzureichend

17.08.2005 | 14:51 Uhr |

Zu viele Forschungseinrichtungen in Deutschland nehmen es mit der Datensicherheit nicht genau genug.

Nach einer Studie des Statistischen Bundesamts liegen Forschungs- und Entwicklungszentren in Deutschland beim Einsatz von Sicherheitstechnologien bei der Internet-Nutzung unter dem Durchschnitt. Die Firma Ultimaco , Anbieter von IT-Sicherheitslösungen, sieht Nachholbedarf bei der Datensicherheit in der Forschung.

Das Statistische Bundesamt hat in einer Studie "Informationstechnologie in Unternehmen" für das Jahr 2004 festgestellt, dass nur 23 Prozent der befragten Forschungseinrichtungen ihre Mail-Kommunikation verschlüsseln. Damit liegen Forschung und Entwicklung um acht Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der an der Studie teilnehmenden Branchen. Wichtige Sicherheitsmaßnahmen wie der Einsatz von Antivirus-Software werden in drei von vier Instituten getroffen (77 Prozent). Datensicherung (Backups) auf externen Medien gibt es bei weniger als zwei Dritteln (63 Prozent).

Der fahrlässige Umgang mit vertraulichen und damit auch unternehmenskritischen Daten kann existenzbedrohend sein. Zum Schutz vor Industriespionage empfiehlt Ultimaco die Erhöhung von Sicherheitsvorkehrungen bei der Datenspeicherung und -übertragung. Ansgar Heinen von Ultimaco bemüht hierzu einmal mehr das viel zitierte Bild von Mails als Postkarten, die von jedermann gelesen werden können. Geschäftskritische oder vertrauliche Informationen sollten grundsätzlich nur verschlüsselt übermittelt werden.

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