Datensicherheit

Wie unsicher sind RAID-Systeme?

Die Risiken, die mit dem Speichersystem einhergehen, werden häufig übersehen.

RAID-Systeme werden als ausfallsichere Methode zur Datenspeicherung angesehen. Dass dies in der Praxis oft anders aussieht, will die Firma Attingo Datenrettung wissen und hier bessere Aufklärung betreiben. "Wir werden fast jede Woche zu Fällen gerufen, bei denen als absolut sicher geltende Systeme nach einem Crash im Reinraumlabor rekonstruiert werden müssen", so Nicolas Ehrschwendner.

Unternehmen, die Festplatten-Verbundsysteme einsetzen, sollten sich das Funktionsprinzip eines RAID-Systems genauer betrachten, um zu erkennen, wie verletzlich die Speichermethode tatsächlich ist. Ein Headcrash beispielsweise mache auch vor einem RAID-System nicht halt. Der Anbieter lädt dazu zu Gesprächen auf der Fachmesse ITnT ein, die vom 27. bis 29. Januar 2009 in Wien stattfindet. Welche sensiblen Komponenten für einen Ausfall verantwortlich sein können, dürfen sich IT-Spezialisten im dort installierten Reinraumlabor selbst anschauen. Dort sind 16 Festplatten geöffnet, die in einem RAID6-Verbund offen betrieben werden. Tiefe Einblicke in die Arbeit der Lese- und Schreibköpfe und die Demonstrationen der Attingo-Ingenieure sollen beispielsweise verdeutlichen, wie ein Headcrash passiert und wie ein solcher Fehler erkannt werden kann. Auch die Firmware der Festplatten spielt dabei eine Rolle.

Attingo betreibt eigene Reinraumlabors in Hamburg und Wien. Der Datenretter hat sich auf das Wiederherstellen von Daten auf gelöschten, formatierten oder mechanisch zerstörten Datenträgern spezialisiert und bietet seine Dienste Unternehmen und Privatleuten an. Auf der Messe verrät der Anbieter, was im Falle von Datenverlust zu tun ist und was man tunlichst unterlassen sollte. (jp)

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