Soziale Netzwerke

Irische Datenschützer fordern besseren Datenschutz bei Facebook

Donnerstag, 22.12.2011 | 13:38 von Christoph Supguth
© istockphoto.com / ictor
Nach einer intensiven Untersuchung des sozialen Netzwerks Facebook fordern irische Datenschützer Nachbesserungen; sie konnten aber keine gravierende Verletzungen finden.
Irische Datenschutzbeauftragte haben Ihre Untersuchung von Facebook Ireland (FB-I) veröffentlicht. Das soziale Netzwerk wurde über die letzten drei Monate auf Verstöße gegen irische Datenschutz-Gesetze und EU-Rechte untersucht. Die Datenschützer konnten keine gravierenden Verstöße finden. Kleinere Beanstandungen möchte Facebook Ireland in den kommenden sechs Monaten umsetzen und so mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen konform gehen.


Der Bericht richtet sich an Facebook Ireland mit wichtigen Empfehlungen, aber auch Verpflichtungen. So sollen Nutzer besser über die Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten informiert werden und auch die Wahl haben, wie diese weiterverarbeitet werden, besonders im Bezug auf Apps von Drittanbietern und bei der Nutzung für Werbezwecke. Zudem fordern die Datenschützer, Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über personenbezogenen Daten zu verschaffen. Informationen über Nutzer und Nicht-Nutzer der Webseite sollen schneller als bisher gelöscht werden. Letztlich sollen Nutzer eine bessere Kontrolle über verschiedene Funktionen erhalten, wie das Posten und Taggen von Inhalte über Dritte sowie die Verwaltung der Gruppen und Freunde.


Zukünftig werden die irischen Datenschutzbeauftragten sozialen Netzwerken öfter auf die Finger schauen, wie es in ihrem Pressebericht heißt . Da soziale Netzwerke ständig erweitert werden und neue Funktionen hinzugefügt werden, müssen diese Entwicklungen auch unter den Gesichtspunkten des Datenschutzes regelmäßig überprüft werden. Insbesondere daraufhin, ob der Umgang mit persönlichen Daten zum geltendes Datenschutzrecht passt, so Gary Davis, Office of the Data Protection Commissioner, Ireland.

Donnerstag, 22.12.2011 | 13:38 von Christoph Supguth
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