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Google Street View - diese Daten sammeln die Google-Autos

28.04.2010 | 13:15 Uhr |

Google reagiert auf die Kritik über die durch die Google-Autos gesammelten Infos für Google Street View.

In einem Blog-Eintrag verteidigt Google die von Google-Autos für Google Street View gesammelten Informationen. Kürzlich gab es in den Medien und von Datenschützern Kritik, weil auch WLAN-Informationen gesammelt werden. Googles Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer gibt in dem Blog-Eintrag einen Überblick darüber, welche Informationen die Google-Fahrzeuge bei ihren Fahrten durch die Straßen in Europa sammeln.

Dazu gehören neben den Fotos von den Straßen auch WiFi-Netzwerk-Informationen und 3D-Bilder von Gebäuden. Fleischer weist aber auch darauf hin, dass diese Informationen auch von anderen Unternehmen bereits gesammelt werden. So würde beispielsweise nicht nur Google Foto-Aufnahmen von den Straßen machen, sondern auch TeleAtlas und Navteq für Microsofts Bing. WiFi-Netzwerk-Informationen sammeln demnach auch das Fraunhofer Institut und Skyhook, während 3D-Daten von Gebäuden auch von Navteq und TeleAtlas gesammelt werden würden.

Im Falle der WiFi-Netzwerk-Informationen würde Daten gesammelt, wie das Netzwerk arbeitet. Dazu würden auch Informationen zählen, wie SSID-Daten und Mac-Adresse. Die von den Netzwerken an andere Computer weitergeleiteten Informationen würden dagegen nicht gesammelt. Google benötige diese Informationen, um seine ortsbasierten Dienste, wie die Suche und Maps zu verbessern.

Peter Fleischer weist außerdem darauf hin, dass die gesammelten WiFi-Netzwerk-Informationen keinen Rückschluss über den Besitzer zulassen würden beziehungsweise dazu dienen könnten, den Besitzer zu identifizieren. Fleischer wehrt sich auch gegen die von Medien erhobenen Vorwürfe, das Sammeln dieser Informationen sei illegal. "Wir glauben nicht, dass es illegal ist. Das sind öffentlich gesendete Informationen, die von jedem empfangen werden können, der über ein WiFi-fähiges Gerät verfügt. Unternehmen wie Skyhook sammeln solche Informationen in ganz Europa bereits länger als Google. Ebenso auch das deutsche Fraunhofer Institut", so Fleischer.

Fleischer betont außerdem, dass nicht alle gesammelten Daten öffentlich zugänglich seien. Auch den Vorwurf, dass man nicht vorab gesagt habe, dass die WiFi-Netzwerk-Informationen bei Google-Street-View-Fahrten gesammelt werden, will Fleischer nicht gelten lassen. Er räumt aber ein, dass eine größere Transparenz über die gesammelten Daten besser gewesen wäre.

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