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Google verkürzt Speicherzeit von IP-Adressen

09.09.2008 | 11:25 Uhr |

Google reagiert auf die anhaltende Kritik von Datenschützern und Sicherheitsexperten: Der Suchmaschinengigant will künftig nur noch neun Monate - statt wie bisher 18 Monate - die IP-Adressen von Benutzern der Google-Suchmaschine speichern.

Google halbiert künftig die Zeitspanne, in der es die IP-Adressen von Nutzern der Google-Suchmaschine in seinen Log-Files speichert. Mit Hilfe dieser Daten kann Google Suchanfragen den jeweiligen IP-Adressen zuordnen und damit ein Nutzerprofil erstellen. Bisher speichert Google die IP-Adressen zu den Suchanfragen 18 Monate lang. Sobald Google dieses Speicherverhalten geändert hat, lassen sich die Suchanfragen nach neun Monaten nicht mehr mit IP-Adressen in Verbindung bringen. Google bezeichnet diese Änderung als "weiteren Schritt, um die Privatsphäre der Nutzer zu verbessern".

Im März 2007 hatte Google Details dazu verraten, wie es mit den gespeicherten Nutzerdaten umgeht und wofür es sie verwendet. Google argumentiert, dass damit die Suchqualität verbessert werden soll und Betrugsversuche sowie der Spamversand erschwert werden sollen. Doch damit konnte Google viele Datenschutz- und Sicherheitsexperten nicht überzeugen, der Suchmaschinen-Gigant steht nahezu ununterbrochen wegen seiner Datenspeicherwut in der Kritik. Der jüngst vorgestellte Google-Browser Chrome hat diese Befürchtungen noch eher verstärkt. Somit sah sich Google offensichtlich zu diesem Schritt gezwungen, um die Bedenken zumindest etwas zu zerstreuen.

Übrigens: Auch bei Google Suggest verkürzt Google die Speicherdauer für IP-Adressen.

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