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Facebook will User-Wahlen über AGB-Änderungen abschaffen

22.11.2012 | 10:12 Uhr |

Facebook hat angekündigt, künftig seine Anwender nicht mehr vorab über geplante Änderungen beim Umgang mit den User-Daten abstimmen lassen zu wollen.

Bisher hat Facebook seine Nutzer vorab über geplante Änderungen beim Umgang mit ihren Daten informiert und sie darüber abstimmen lassen. Die Informationen erreichen aber nur einen Bruchteil der Facebook-Mitglieder, da sie nicht etwa per Mail eintrudeln, sondern über die Facebook-Seite "Facebook Site Governance" , welcher man erst folgen muss. Das tun derzeit nur 2,4 Millionen User. Das Abstimmungs-Verfahren soll nun abgeschafft werden, wie Elliot Schrage, Facebooks Vice President for Communications, Public Policy and Marketing, in einem Blog-Eintrag auf der Website von Facebook ankündigt. Er begründet dies damit, dass das bisherige Verfahren die Quantität der Kommentare über deren Qualität stelle.

Hintergrund: Das bisherige Verfahren sieht vor, dass Facebook die geplanten Änderungen vorab vorschlägt. Sollten die Facebook-Nutzer über 7000 Kommentare abgeben, dann verpflichtet sich Facebook zur Durchführung einer Abstimmung, an der alle Facebook-Nutzer teilnehmen können. Stimmen dann mehr als 30 Prozent der fast eine Milliarde Facebook-Nutzer gegen die Änderung, dann führt sie Facebook nicht durch.

Auf der Website Data Use Policy erläutert Facebook den Vorschlag für die neue Regel. Demnach werden weiterhin die geplanten Änderungen vorab veröffentlicht und Anwender können diese kommentieren. Sollte sich Facebook dazu entscheiden, diese Änderungen oder Teile davon durchzuführen, dann werden die Anwender darüber informiert und erfahren dann auch den Zeitpunkt, wann die Änderungen in Kraft treten sollen. Über eine neue Website "Ask the Chief Privacy Officer" und Live-Webcasts können sich Facebook-Nutzer außerdem mit Facebooks Top-Datenschützerin Erin Egan austauschen.

Laut Facebook haben die Facebook-Nutzer nun die Möglichkeit, die geplanten Änderungen bis zum 28. November zu überprüfen und zu kommentieren, bevor sie dann übernommen werden. Facebook lässt aber offen, ob die Kommentare der Nutzer noch berücksichtigt werden, bevor die Änderungen dann in Kraft treten.

Zusätzlich zur Abschaffung der Wahl über Datenschutz-Änderungen schlägt Schrage auch weitere Änderungen vor. So sollen Facebook-Nutzer beispielsweise künftig die ankommenden Nachrichten filtern dürfen. Außerdem sollen die Anwender mehr Infos darüber erhalten, wie sie ihre Timeline auf Facebook personalisieren können und welche Tools dafür zur Verfügung stehen.

Die Vorschläge im Detail:

  • Neue Funktionen zur Verwaltung deiner Facebook-Nachrichten – Dabei wird die Einstellung „Wer kann dir Facebook-Nachrichten senden?“ durch neue Filter zum Verwalten eingehender Nachrichten ersetzt.

  • Änderungen an unserer Bezugnahme auf bestimmte Produkte, wie die umgehende Personalisierung.

  • Erinnerungen darüber, was für andere Personen auf Facebook sichtbar ist. Wenn du beispielsweise Dinge in deiner Chronik ausblendest, sind diese Beiträge weiterhin an anderen Stellen sichtbar, wie in den Neuigkeiten, in den Chroniken anderer Nutzer oder in Suchergebnissen.

  • Tipps zur Verwaltung deiner Chronik. Du kannst beispielsweise Funktionen in deiner Chronik oder im Aktivitätenprotokoll zum Löschen deiner eigenen Beiträge nutzen oder jemand anderen bitten, einen Beitrag zu löschen, in dem du markiert bist.

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