783140

Facebook gibt nach beim Adressen-Sammeln

24.01.2011 | 16:44 Uhr |

Der Friend-Finder füttert Facebook sogar mit Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern. Auf Drängen eines Deutschen wird diese Praxis jetzt eingeschränkt.

In einer Presseerklärung des Hamburger Datenschutzbeauftragten Prof. Dr. Caspar teilt er mit, dass Facebook das umstrittene Friend-Finding anpasst. Beim Friend-Finding bietet Facebook dem Nutzer an, sein E-Mail-Adressbuch nach Freunden bei Facebook zu durchsuchen. Dabei erhält das Soziale Netzwerk aber auch Zugriff auf Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern. Diese bekommen dann Einladungen von Facebook.

Facebook darf künftig die via Friend-Finding gewonnen Mail-Adressen nur zum Zweck einer Einladung verwenden und keinenfalls an Dritte weitergeben. Außerdem will Facebook die Einladungs-Mails mit einer Erklärung versehen, die dem Eingeladenen verdeutlicht, wie Facebook an seine Mail-Adresse gekommen ist. Per Link kann der Eingeladene dann Widerspruch gegen die Verwendung seiner Adresse bei Freundesvorschlägen einlegen.

Der Hamburger Datenschutzbeauftrage erwartet eine zeitnahe Umsetzung der Vereinbarung. Einen Komplett-Verzicht auf den Datenimport von Friend-Finding ließe sich nicht durchsetzen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
783140