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Facebook führt PR-Schmutzkampagne gegen Google

12.05.2011 | 17:03 Uhr |

Der Social-Network-Betreiber Facebook hat eine PR-Kampagne gegen Konkurrent Google in Auftrag gegeben. Das Thema: Die Verletzung der Privatsphäre durch die Datensammelwut des Suchmaschinen-Riesen.

Was bislang nur in der Politik üblich war, hält nun auch Einzug in die Medienbranche. So hat der Social-Network-Betreiber Facebook in dieser Woche eine PR-Schmutzkampagne gegen Konkurrent Google in Auftrag gegeben. Öffentlich wurde die Aktion durch einen Mitarbeiter des PR-Unternehmens Burson-Marsteller, der die E-Mail-Kommunikation zwischen Facebook und seinem Arbeitgeber kurzerhand ins Netz stellte. Heute bestätigte ein Facebook-Sprecher gegenüber dem Journalisten Dan Lyons, dass es sich bei dem Online-Netzwerk tatsächlich um den Auftraggeber der Kampagne handelt.

Laut Facebook missfallen dem Konzern Googles Versuche, mit eigenen Diensten auf die Nutzerdaten des Social Networks zugreifen zu wollen. In diesem Bereich sei man über den Schutz der Privatsphäre der Facebook-Kunden besorgt. Im Rahmen der Kampagne wollte Facebook die Tatsache anprangern, dass Google Millionen Nutzerdaten ohne die Zustimmung der Betroffenen sammle. Im Speziellen geht es dabei um einen neuen Google-Dienst, der im Januar vorgestellt wurde. Der so genannte Google Circle bildet das Netz-Umfeld von Google-Nutzern ab und greift dabei auch auf die Daten von Facebook zu. Die PR-Kampagne sollte unter anderem in der Tageszeitung Washington Post geschaltet werden.

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Der Streit zwischen Google und Facebook dauert bereits seit Herbst vergangenen Jahres an. Stein des Anstoßes war die Tatsache, dass Google seinen E-Mail-Dienst nicht für das Social Network zur Verfügung stellen wollte. Mit dieser Strategie will der Suchmaschinen-Riese Facebook dazu zwingen, seine Datenbestände mit über 600 Millionen Nutzern zu öffnen.

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