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FBI bittet Internet-Unternehmen um Abhör-Hintertür

Montag den 07.05.2012 um 20:45 Uhr

von Michael Söldner

© commons.wikimedia.org
Die US-amerikanische Bundespolizei wünscht sich bei Webdiensten bessere Möglichkeiten, um die dort verfasste Kommunikation mitlesen zu können.
In einer neuen Initiative fordert das Federal Bureau of Investigation (kurz: FBI ) von großen Internet-Firmen wie Yahoo oder Facebook bessere Möglichkeiten zur Kontrolle der dort verfassten Beiträge. Die US-Bundespolizei erhofft sich durch diese eingebauten Hintertüren eine stärkere Überwachungs-Instanz für illegale Aktionen.

Mit einem entsprechenden Gesetzesentwurf soll den Diensteanbietern eine stärkere Überwachung durch das FBI unterbreitet werden. Dieser würde nicht nur Betreiber von Kommunikations-Plattformen, sondern auch Software-Hersteller oder App-Entwickler in die Pflicht nehmen. Als Grundlage für den neuen Vorstoß der Behörde dient eine Verordnung aus dem Jahre 1994, die ursprünglich zur Überwachung von Telefonaten gedacht war.



Schon im Jahr 2004 erfolgte eine Erweiterung des Communications Assistance for Law Enforcement Act auf Internet-Zugänge. Eine weitere Aktualisierung soll Bestandteil eines Konzepts namens "Nationale elektronische Überwachungsstrategie" sein. Ob der Vorstoß jedoch wirklich in eine neue Gesetzesregelung mündet, ist fraglich. Bislang sei von der Obama-Regierung keine Einbringung der schon im vergangenen Jahr aktualisierten Verordnung in das Parlament erfolgt.

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