Datenschutz

Experten warnen vor elektronischer Gesundheitskarte

Montag, 17.03.2008 | 17:38 von cid
Für fragwürdig halten Computer-Experten den Datenschutz rund um die elektronische Gesundheitskarte. Persönliche Daten und Krankenakten der Karteninhaber sollen auch nach Jahren noch nachverfolgt werden können. Die ursprünglich für den 1. April 2008 geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ist ohnehin längst aufgegeben.
Arzt
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Für fragwürdig halten Computer-Experten den Datenschutz rund um die elektronische Gesundheitskarte. Persönliche Daten und Krankenakten eines jeden Karteninhabers sollen auch nach Jahren noch nachverfolgt werden können, kritisiert jetzt der Chaos Computer Club.

Die Stammdaten aller Versicherten werden zentral und unverschlüsselt gespeichert sowie zur Authentifizierung genutzt. Zusätzlich wird die bislang freiwillige elektronische Patientenakte (ePA) zentral gespeichert. Die Regierung betont indes, die Kontrolle über die gespeicherten Daten bliebe allein beim Versicherten. Angesichts der vorgesehenen zentralen Speicherung ist nur schwer vorstellbar, wie der Versicherte seine Daten kontrollieren soll.

Bisher sind einige Tests mit der als "eCard" bezeichneten elektronischen Gesundheitskarte gelaufen. Hierbei hat es laut der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) Probleme mit dem Zugriff auf die Karten sowie mit dem Einsatz des neuen elektronischen Rezeptes
(eRezept) gegeben. Die ursprünglich vorgesehenen Feldtests mit 100.000 Karten wurden daraufhin gar nicht erst gestartet. Ursprünglich sollte die eCard zum 1. April 2008 in Deutschland eingeführt werden.

Montag, 17.03.2008 | 17:38 von cid
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