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Battlefield 3 spioniert PC-Spieler aus

29.10.2011 | 15:10 Uhr |

Der Ego-Shooter Battlefield 3 späht durch ein mitgeliefertes Programm die Nutzerdaten der Käufer aus. Spieler und Datenschützer sind über diese Methoden empört.

Nach einer massiven Werbekampagne steht der lang erwartete Ego-Shooter Battlefield 3 endlich für Konsolen- und PC-Spieler bereit. Bei den Computerspielern wird die Freude jedoch durch einen Datenskandal getrübt. Hersteller Electronic Arts  soll Kundendaten mithilfe eines mitgelieferten Programms ausspähen.

Zum Spielen von Battlefield 3 wird EAs Online-Vertriebsplattform Origin  benötigt. Im Lizenzvertrag der obligatorischen Installation muss der Käufer zusätzlich einräumen, dass der Hersteller die Computer der Nutzer überwachen und diese gesammelten Daten für eigene Zwecke nutzen kann. Konkret handelt es sich dabei um IP-Adressen, Nutzungsdaten, verwendete Software und Hardware und deren Nutzung durch den Spieler. Die zusammengetragenen Informationen können laut Vertrag auch für Marketingzwecke verwendet werden.

Shooter - Multiplayer-Hit Battlefield 3 getestet

PC-Spieler, die Battlefield 3 auf ihren Rechner kopieren, sind somit zur Installation des Überwachungsprogramms gezwungen. Als Alternative rät EA zu einem kompletten Verzicht auf die Nutzung des Spiels.

Für Juristen geht diese Datensammelwut von Electronic Arts zu weit. Auch Medienrechtler und Datenschützer sehen in den Bestimmungen einen Verstoß gegen deutsches Recht und wollen weitere Schritte einleiten. Bis dahin bleibt Spielern von Battlefield 3 nur eine Alternative: Die Konsolenfassungen, die von der Datensammlung offenbar nicht betroffen sind.

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