Datensammel-Skandal

27.000 koreanische iPhone-Nutzer verklagen Apple

Mittwoch den 17.08.2011 um 19:04 Uhr

von Denise Bergert

Bildergalerie öffnen Apple sieht sich Klage-Welle in Südkorea gegenüber
© Apple
Im Zuge des Datensammel-Skandals über iPhone-Geräte in Südkorea fordern nun mehrere Tausend Smartphone-Besitzer Schadenersatz von Apple.
Die Wut der südkoreanischen iPhone -Besitzer über Apples Datensammel-Trieb wächst weiter. Rund 27.000 Smartphone-Besitzer haben laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in dieser Woche eine Sammelklage gegen den US-Konzern eingereicht und fordern Schadenersatz-Zahlungen in Höhe von 930 US-Dollar (rund 643,93 Euro) pro Person.

Die Klageschrift, die in der Stadt Changwon eingereicht wurde, wirft Apple vor, die Persönlichkeitsrechte von iPhone-Nutzern verletzt zu haben, während Standortdaten ohne das Wissen der Nutzer gesammelt und in unverschlüsselter Form gespeichert wurden. Angeführt wird die Sammelklage von einem südkoreanischen Anwalt, der bereits im Mai eine Schadenersatz-Zahlung in Höhe von 1.000 US-Dollar von Apple erstreiten konnte. Vor wenigen Wochen wurde Apple zudem von der Korea Communications Commission (KCC) zu einer Strafzahlung in Höhe von 3.000 US-Dollar verurteilt.


Der Datenskandal wurde im April 2011 von Forschern aufgedeckt. Im Rahmen einer Konferenz enthüllten sie, dass Apple mit dem mobilen Betriebssystem iOS 4 Standortdaten mitloggt und unverschlüsselt auf iPhone, iPad oder PC ablegt. In einer offiziellen Stellungnahme am 27. April 2011 leugnete Apple ein entsprechendes Vorgehen. Wenig später ruderte der Konzern zurück und stopfte die Sicherheitslücke mit dem iOS 4.3.3 Update. Mit der nächsten Version iOS 5 sollen zudem weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden.

Mittwoch den 17.08.2011 um 19:04 Uhr

von Denise Bergert

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