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Das Internet vergisst nie!

28.10.2008 | 09:33 Uhr |

Unter diesem Motto ist eine neue Datenschutz-Website ans Netz gegangen, die sich an Jugendliche wendet. Sie soll junge Menschen für einen sorgsameren Umgang mit ihren persönlichen Daten sensibilisieren ohne den erhobenen Zeigefinger des Oberlehrers zu bemühen.

Jugendliche gehen im Internet, etwa in sozialen Netzwerken, zum Teil sehr sorglos mit ihren persönlichen Daten um. Sie machen sich keine Vorstellung davon, dass vermeintlich coole Fotos etwa bei der späteren Job-Suche von Nachteil sein können. Und sie setzen sich zum Beispiel unbekümmert der Gefahr aus, zum Zielobjekt von Pädophilen zu werden. Die am 27. Oktober neu eröffnete Website Datenparty.de will bei Jugendlichen mehr Bewusstsein für den Schutz ihrer eigenen Privatsphäre im Netz wecken.

Datenparty.de wird vom Jugendserver-Saar und dem saarländischen Datenschutzbeauftragten betreut. Ziel ist es ohne erhobenen Zeigefinger praktische Tipps zum sorgsamen Umgang mit den persönlichen Daten zu geben, etwa in der Rubrik "Feuerwehr". Hier erfahren Jugendliche auch, an wen sie sich wenden können, wenn es mal Probleme gibt. Dabei beschränkt sich die Datenparty nicht auf das Saarland sondern nennt bundesweit Einrichtungen, die im Notfall helfen können.

Die Besucher erfährt zum Beispiel auch, wer welche Daten sammeln darf und welche gesetzlichen Regelungen es dazu gibt. Eine kleine Sammlung von einschlägigen Datenpannen zeigt, wie schnell persönliche Daten in die falschen Hände geraten können.

Auch an Eltern und Lehrkräfte ist gedacht. Denen ist oftmals gar nicht bewusst, was der Nachwuchs so im Internet treibt und über sich preis gibt. Sie bekommen einige einleitende Hinweise und können über weiterführende Links Broschüren und Unterrichtsmaterial erhalten.

Datenparty will keine Panik verbreiten oder den Spaß am Internet verderben. Vielmehr sollen Jugendliche erfahren, wie sie die wirklichen Spaßbremsen vermeiden können, zu denen auch Kostenfallen im Internet sowie bei der Handynutzung gehören.

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