18.06.2011, 15:31

Michael Söldner

Datenklau

Hacker-Attacke auf SEGA

©www.sega.de/

Datendieben ist es gelungen, in das System von Publisher SEGA einzudringen und sensible Kundendaten zu entwenden. Zahlungsinformation seien davon jedoch nicht betroffen.
Nach den beiden Spielepublishern Sony und Nintendo wurde nun auch der Traditionshersteller SEGA von Hackern angegriffen. Das Unternehmen gestand ein, dass dabei möglicherweise auch persönliche Daten der Spieler entwendet werden konnten. Die Attacke erfolgte auf das Pass-System von SEGA, in dem Adressen, E-Mail-Daten und Geburtstage gespeichert werden. Auf Zahlungsinformationen konnte aber nicht zugegriffen werden, da Kreditkartendaten an einer anderen Stelle abgelegt würden, so der Publisher.
In einer E-Mail entschuldigte sich SEGA bei seinen Kunden und teilte mit, dass der Angriff in den letzten 24 Stunden erfolgt sei. Man habe sofort die nötigen Schritte eingeleitet, um die sensiblen Daten zu isolieren. Auch mit den Ermittlungen nach den Drahtziehern der Attacke hätte man bereits begonnen. Alle Passwörter seien zudem zurückgesetzt worden, trotzdem empfiehlt SEGA seinen Kunden, anderswo verwendete, identische Kennwörter ebenfalls zu ändern. Dem Unternehmen zufolge seien die Passwörter nicht in Plain Text abgelegt worden, so besteht zumindest die Chance, dass die Hacker aufgrund einer Verschlüsselung nur wenig mit ihrer Beute anfangen können.
Die in letzter Zeit sehr aktive Hackergruppe Lulz Security hat eine Beteiligung an der Attacke auf SEGA bereits abgestritten, bekundet per Twitter ihre Anteilnahme am jüngsten Angriff und kündigt einen Vergeltungsschlag an: „Wir wollen euch dabei helfen, die Schuldigen zu zerstören. Wir lieben das Dreamcast, daher werden wir die Datendiebe zur Strecke bringen“, so die Drohung der Hacker.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
867644
Content Management by InterRed