7246

Datendiebstahl einmal anders

20.06.2006 | 10:24 Uhr |

Wenn von Datendiebstahl die Rede ist, dann denkt man meist an Hacker, die sich mühsam online durch Programmcode wühlen, um schließlich Zugang zu einem Server zu bekommen. Doch häufig hat es einen ganz simplen Grund, wenn Daten geklaut werden: Diebe lassen einfach ein Notebook mitgehen.

Oft hat es ganz einfache Gründe, wenn Datendiebe zuschlagen können. So darf der Faktor Mensch als Sicherheitsrisiko nicht unterschätzt werden: Beispielsweise, wenn ein argloser Mitarbeiter wichtige Unternehmens- oder Behördendaten auf dem Laptop nach Hause mitnehmen will und auf dem Heimweg beraubt wird. Dann ist nicht nur das Notebook verloren, sondern eben auch die sensiblen Daten darauf. Zumindest dann, wenn diese nicht ausreichend verschlüsselt sind oder das Notebook über keinen leistungsfähigen Zugangsschutz verfügt.

So verlor kürzlich die Veteranenbehörde der USA die Daten von 26,5 Millionen ehemaligen Armeeangehörigen, wie CNN berichtet. Die Daten befanden sich auf einem Notebook und auf einem externen Laufwerk, die aus dem Haus eines Mitarbeiters gestohlen wurden. Mit Hilfe dieser Daten könnten Betrüger unter falschen Namen beispielsweise Geschäfte und Einkäufe tätigen – Identitätsdiebstahl heißt das Schlüsselwort dafür.

Experten raten deshalb bei Daten, die auf Notebooks oder anderen mobilen Datenträgern transportiert werden, dringend zur Verschlüsselung. Außerdem sollte der Zugriff auf die Datenträger durch Passwörter oder durch biometrische Maßnahmen wie Fingerabdrucksensoren geschützt sein.

USB-Sticks mit Folteranleitungen der US-Armee aufgetaucht (PC-WELT Online, 25.04.2006)

USB-Stick mit Namen von Spionen verkauft (PC-WELT Online, 13.04.2006)

0 Kommentare zu diesem Artikel
7246