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Kanadische PSN-Nutzerin verklagt Sony auf 1 Milliarde US-Dollar

04.05.2011 | 18:34 Uhr |

Der japanische Technik-Konzern Sony wurde im Zuge des Datenklau-Skandals im PlayStation Network von einer kanadischen Konsolen-Besitzerin auf eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz verklagt.

Aufgrund der Verletzung ihrer persönlichen Daten hat eine kanadische PlayStation-Besitzerin heute Klage gegen Sony eingereicht. Die in Toronto ansässige Anwaltskanzlei McPhadden Samac Tuovi LLP vertritt die 21-jährige Natasha Maksimovic, die Sony Japan, Sony USA, Sony Canada und weitere Tochterfirmen als Angeklagte aufführt. Laut Maksimovic habe Sony in den letzten Jahren mehr Energie aufgewendet, um seine Spiele zu schützen, als die Rechte der PlayStation-Nutzer zu wahren.

Die junge Frau fordert von Sony insgesamt eine Milliarde US-Dollar für die Überwachung ihres Kreditkarten-Kontos sowie die Deckung einer Anti-Betrugsversicherung über zwei Jahre. In der vergangenen Woche reichte bereits ein US-amerikanischer PlayStation-Network-Nutzer Klage gegen Sony ein. Er verlangt ebenfalls die Überwachung seines Kreditkarten-Accounts sowie eine Schadenersatz-Zahlung.

PC-WELT-Kommentar zum Daten-Gau

Vor Ostern war es Hackern gelungen, in Sonys Online-Service PlayStation Network einzudringen und sensible Daten von über 77 Millionen Nutzern zu stehlen. Wie gestern bekannt wurde, sind auch die Sony-Online-Entertainment-Server betroffen, wo weitere 25 Millionen Accounts, inklusive Kreditkarten-Nummern entwendet wurden.

Sony entschuldigte sich am vergangenen Wochenende für den Skandal und versprach eine schnelle Aufklärung der Vorfälle. Teile des PlayStation Network sollen bereits in dieser Woche wieder ans Netz gehen. Alle betroffenen PSN-Nutzer sollen eine Entschädigung in Form von kostenlosen Download-Inhalten sowie einer 30-tägigen PlayStation-Plus-Mitgliedschaft bekommen.

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