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Große Cyber-Attacke aus China auf Google & Co.

13.01.2010 | 12:59 Uhr |

Nach einem großen Internet-Angriff auf US-Unternehmen hat die US-Regierung eine Untersuchung angekündigt. Laut Angaben von Google soll die Attacke aus China erfolgt sein.

Die US-Außenministerin Hillary Clinton hat eine Mitteilung auf der Website des US-Außenministeriums veröffentlicht, laut der man sehr besorgt über den Hacker-Angriff sei. Das US-Außenministerium sei von Google darüber informiert worden, dass die Attacke aus China erfolgt sei. Daher habe man bei die chinesischen Regierung um eine Erklärung gebeten.

Google hatte am Dienstag erklärt, dass es Opfer einer Hacker-Attacke geworden sei, bei der Mail-Konten von Menschenrechtsaktivisten angegriffen worden seien. Dabei wurden mindestens zwei Mail-Konten erfolgreich gehackt. Die Attacke soll von China aus erfolgt sein. Laut Angaben von Google wurde nicht nur Google selbst angegriffen, sondern über 30 weitere US-Unternehmen, deren Namen Google aber nicht öffentlich bekannt gab. Laut Sicherheitsexperten soll sich auch Adobe Systems unter den Opfern der Attacke aus China befinden.

Google hatte erste Hinweise auf die Hacker-Attacke Mitte Dezember entdeckt. Dabei hätten die Angreifer eine bisher nicht geschlossene Lücke in einer weit verbreiteten Software ausgenutzt. Dadurch sei es den Angreifern gelungen, an wertvolles geistiges Eigentum zu gelangen. Bei Google selbst gelangten die Angreifer an Informationen über Mail-Konten von chinesischen Dissidenten.

Im offiziellen Google Blog erklärte Google am Dienstag, dass man überzeugt davon sei, dass die Attacke von China aus erfolgte. Nur in zwei Fällen sei es aber den Angreifern gelungen, auf Google-Mail-Konten von zwei chinesischen Menschenrechtsaktivisten zuzugreifen. Allerdings konnten die Angreifer nur ermitteln, wann die Konten erstellt wurden und die Betreff-Zeilen lesen. An den Inhalt der Mails sollen die Angreifer dagegen nicht gelangt sein.

Google reagiert auf den Angriff aus China mit der Ankündigung, die Suchergebnisse auf Google.cn nicht mehr zensieren zu wollen. Damit riskiert das Unternehmen allerdings, dass es seinen Betrieb in China einstellen muss.

Auch Yahoo verurteilte die Cyber-Attacken aus China und erklärte, dass man gemeinsam mit Google derartige Attacken verurteile. "Die Verletzung des Datenschutzes der User ist etwas, wogegen wir als Internet-Pioniere uns gemeinsam entgegenstellen müssen", erklärte Yahoo, dass allerdings nicht bekannt gab, ob es ebenfalls Opfer der Cyber-Attacke wurde.

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