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Telefonica widersetzt sich EU-Kommission

Der o2-Mutterkonzern Telefonica wird in den kommenden Monaten keine weiteren Preissenkungen durchführen. Damit widersetzt sich der Telekomkonzern den Vorgaben der Europäischen Kommission, zum 1. Juli die Preise für mobiles Daten-Roaming zu senken. Man werde sich aus Brüssel nicht unter Druck setzen lassen. Zugleich plant der Anbieter weitere Zukäufe in Deutschland.

Der spanische Telekomkonzern Telefonica, zu dem auch o2 Deutschland gehört, widersetzt sich den Vorgaben der Europäischen Kommission, zum 1. Juli die Preise für Daten-Roaming zu senken. In Brüssel sollte man "sehr vorsichtig sein", regulierend in den Mobilfunkmarkt einzugreifen und die Preise für Daten-Roaming und Auslandstelefonate eigenmächtig zu senken, sagte o2-Europamanager Matthew Key. Anderenfalls sei die Position der Telekombranche als eine der erfolgreichsten Industrien in Europa gefährdet. Im Januar habe der Konzern bereits seine Preise reduziert, für weitere Senkungen gebe es deshalb keinen Grund.

Unterdessen plant Telefonica, durch Zukäufe in Europa und Südamerika zu wachsen. Vor allem Deutschland sei interessant, um die Position von o2 zu verbessern. Für das Unternehmen kommen DSL-, Internet- und Festnetzanbieter in Frage. Man wolle sich durch die Expansion zu einem "ersthaften Wettbewerber" entwickeln, sagte der Telefonica-Manager Julio Linares. Dafür investiert der Konzern bis 2010 rund 3,5 Milliarden Euro in den Netzausbau von o2. Der Netzbetreiber ist mit einem Marktanteil von 14 Prozent der kleinste Anbieter in Deutschland und versucht seit einigen Jahren, auch im DSL-Geschäft zu wachsen.

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