Dateien-Verstecker

Scareware täuscht Festplattenschäden vor

Dienstag, 13.03.2012 | 17:03 von Frank Ziemann
Trojan.HiddenFilesFraud.A täuscht Defekte vor
Vergrößern Trojan.HiddenFilesFraud.A täuscht Defekte vor
Ein neu entdeckter Schädling nutzt die Sorge um Datenverluste aus, versteckt Dateien sowie Ordner und versucht den Eindruck zu erwecken, die Festplatte sei beschädigt. Die für teures Geld aufgedrängte Vollversion soll die Daten retten können.
Betrügerische Antivirusprogramme sind nur noch schwer unters Volk zu bringen. Suchmaschinen, Browser und Antivirusprogramme haben sich mittlerweile darauf eingeschossen und schützen viele Anwender vor solchen Scareware -Fallen. Doch die Tätergruppen, die dahinter stecken, denken sich immer wieder neue Tricks aus, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Die neueste Masche sind vorgebliche Reparaturprogramme, die Festplattendefekte ausbügeln sollen, wie Loredana Botezatu im Malware City Blog  des Antivirusherstellers Bitdefender berichtet. Die Schäden am Datenspeicher werden allerdings auch wieder nur vorgetäuscht, wie schon die Vireninfektionen. Dazu versteckt der Schädling Dateien und Ordner vor den Augen des Benutzers, um diesem einzureden, die Platte weise Schäden auf. Tatsächlich sind die Dateien lediglich als versteckt markiert, sodass der Windows Explorer sie im Normalfall nicht mehr anzeigt.

Ein Wurm namens Win32.Brontok.AP@mm , der sich über infizierte USB-Sticks und andere Wechselmedien verbreitet, installiert diese als Trojan.HiddenFilesFraud.A bezeichnete Scareware. Sie zeigt einen symbolischen Plan der Festplatte an, auf der die angeblich defekten Sektoren markiert sind. Außerdem produziert sie weitere falsche Fehlermeldungen wie überhitzten oder fragmentierten Arbeitsspeicher.

Abhilfe soll die dem Opfer aufgenötigte Vollversion des Reparaturprogramms schaffen, für die 80 US-Dollar verlangt werden. Wer sich darauf einlässt, erhält ein Programm, dass nichts weiter macht als die falschen Fehlermeldungen zu beenden. Dafür hat er jedoch seine Kreditkartendaten in die Hände der Kriminellen gegeben.

Dienstag, 13.03.2012 | 17:03 von Frank Ziemann
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