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Das Smartphone als Event-Begleiter - gefährlich

13.06.2013 | 15:08 Uhr |

Eine weltweite Umfrage zeigt, dass immer mehr Nutzer ihre Smartphones als wichtigen Begleiter bei Veranstaltungen betrachten. Oft wird es bereits als elektronisches Ticket Ersatz für die Geldbörse benutzt. Doch damit steigen auch die Risiken.

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat für seine Marke Norton eine Umfrage zur Smartphone-Nutzung bei Veranstaltungen durchführen lassen. In elf Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, die USA und China, wurden Smartphone-Besitzer im Alter zwischen 18 und 64 Jahren befragt, die kürzlich eine Großveranstaltung (Konzert, Festival) besucht haben.

Dabei zeigt sich, dass es für insgesamt 77 Prozent der Befragten wichtig ist, ihr Smartphone bei der Veranstaltung dabei zu haben. Sie machen Fotos und Videos, die sie online mit anderen teilen. Weltweit nehmen 92 Prozent eher ihr Smartphone mit als Ausweis, Kreditkarten oder Bargeld. In Deutschland sind es etwas weniger: für 87 Prozent ist das Smartphone am wichtigsten, für 93 Prozent ist es Bargeld und für 89 Prozent der Ausweis.

Weltweit benutzen bereits etwa ein Fünftel der Verstaltungsbesucher das Smartphone als Eintrittskarte, jeder Zehnte auch als Zahlungsmittel bei der Veranstaltung. Deutsche Konzertgänger sind da noch etwas zurückhaltender. Nur zehn Prozent nutzen das mobile Ticket, acht Prozent die elektronische Geldbörse.

Für Fotos und Videos benutzen weltweit 78 Prozent ihr Smartphone, in Deutschland 76 Prozent. Die Hälfte der Befragten stellt sie noch während der Veranstaltung ins Netz, in Deutschland ist es nur ein Drittel. Tendenziell sind Frauen dabei aktiver als Männer.

In Deutschland ist das Sicherheitsbewusstsein ausgeprägter als im weltweiten Durchschnitt. Insgesamt 31 Prozent der Befragten geben an kein Passwort gesetzt zu haben, um ihr Smartphone bei Diebstahl oder Verlust vor Missbrauch zu schützen. Unter deutschen Smartphone-Besitzern liegt dieser Anteil bei 23 Prozent. Weltweit haben 35 Prozent gar keine Schutzmaßnahmen an Bord, in Deutschland sind dies 30 Prozent.

Digitaler Ticketbetrug ist kein Einzelfall. Nicht selten kommt das erworbene Ticket nicht an oder verschafft nicht den versprochenen Zutritt zum Event. Jeder Fünfte hat in der Norton-Umfrage angegeben bereits davon betroffen gewesen zu sein oder einen Betroffenen zu kennen. Über die Hälfte der weltweit Betroffenen (58 Prozent) hat das Ticket online gekauft, in Deutschland sogar zwei Drittel. Veranstaltungs-Apps finden 45 Prozent der deutschen Befragten zunächst nützlich, zehn Prozent haben den Download der App jedoch später bereut. Ein Fünftel der App-Nutzer erhielt nach der Installation Spam-Nachrichten.

Jüngere Veranstaltungsbesucher schützen ihr Smartphone besser als die Generation 50+. Obwohl ihnen ihr Mobilgerät ein wichtiger Begleiter ist, würden sie es eher zu Hause lassen, falls bei dem Event einen erhöhtes Risiko für Diebstahl, Verlust oder Beschädigung bestehen sollte.

Norton-Experte Stefan Wesche rät zur Vorsicht. Es sei nicht sinnvoll, wenn Jedermann bei Facebook oder Twitter erfahre, wann Sie auf einem Konzert sind und ihre Wohnung daher unbeaufsichtigt ist. Einbrecher wird es freuen. Kaufen Sie E-Tickets nur bei seriösen Online-Händlern, deren Reputation Sie geprüft haben. Schützen Sie Ihr Smartphone mit PIN oder Passwort sowie mit einer Software, die im Falle eines Verlustes das Gerät sperren und private Daten löschen kann.

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