Auto & Technik auf PC-WELT

Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

2000594

Das Display im BMW i8: 8,8 Zoll, 2 CPUs, variable Darstellung

01.10.2014 | 10:57 Uhr |

Im Supersportwagen BMW i8 ersetzt ein variables 8,8-Zoll-Display den klassischen Tacho. Es passt seine Darstellung an die jeweiligen Erfordernisse an und ändert sich je nach gewähltem Fahrmodus. Die Rechenleistung liefern zwei Prozessoren.

Der gute alte Tacho mit Tachonadel ist ein Auslaufmodell, volldigitale Displays ersetzen den analogen Klassiker zunehmend. Das sieht man nicht nur bei der Mercedes-Benz S-Klasse oder beim neuen Audi TT, sondern auch beim hybriden Supersportwagen i8 von BMW.

BMW i8 - alle Fakten zum Supersportwagen mit Öko-Anlitz

Denn im i8 blickt der Fahrer auf ein Display-basiertes Kombiinstrument. Es kommt vollkommen ohne mechanisch bewegte Bauteile aus und stellt die Inhalte flexibel je nach der aktuellen Anforderung auf. Damit trägt das wandlungsfähige Display den wechselnden Anforderungen Rechnung, die moderne Fahrerassistenz- und Infotainmentsysteme stellen .

Alle Auto-Tests der PC-WELT auf einen Blick

 

Der größte Vorteil eines reinen Display-Kombiinstruments ist seine Variabilität. Dadurch sind die Designer und Entwickler vollkommen frei in Sachen Grafik und Aufteilung der Displayfläche, wie Bosch betont – Bosch liefert nämlich das Display für den BMW i8. Es lassen sich nahezu beliebige Formen und Farben für diverse Funktionszustände verwirklichen. Außerdem ermöglicht der Monitor das gezielte Darstellen von Navigations- oder Online-Inhalten.

Gratis-PC-WELT-Newsletter Auto & Technik abonnieren

Beim Kombiinstrument der i8 entschieden sich die Entwicklungsingenieure für ein kontrastreiches TFT-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 8,8 Zoll. Der Monitor, der natürlich kein Touchscreen ist - im Blickfeld des Fahrers zeigt links die aktuelle Fahrgeschwindigkeit an, während sich die Darstellung der rechten Instrumentierung ändert, je nachdem, welcher Fahrmodus über den Fahrerlebnisschalter des i8 gewählt ist.

Der Modus "Eco Pro" stellt die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Antriebstechniken dar. Das soll eine besonders verbrauchsschonende Fahrweise fördern. Ob das aber die typischen Käufer eines Supersportwagens wirklich interessiert?
Vergrößern Der Modus "Eco Pro" stellt die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Antriebstechniken dar. Das soll eine besonders verbrauchsschonende Fahrweise fördern. Ob das aber die typischen Käufer eines Supersportwagens wirklich interessiert?
© Bosch

Verbrauchsschonende Fahrweise fördern

Der Modus "Comfort" zeigt auf der rechten Seite ein Powermeter an, das die Energienutzung auf einer Rundskala darstellt, inklusive E-Boost vom Traktions-Elektromotor sowie die Rekuperation über die Fahrzeugbremsen (beim BMW i8 handelt es sich um Hybridfahrzeug mit Elektro- und Benzinmotor). Der Modus "Eco Pro" baut auf der "Comfort"-Anzeige auf, stellt aber detaillierter die Übergänge zwischen den Antriebstechniken dar. Damit soll sich auch eine besonders verbrauchsschonende Fahrweise fördern, wie Bosch verspricht. In diesen beiden Modi sind die Grundskalen in Grau- und Blautönen gehalten.

Im Modus "Sport" sollen zwei rote Instrumente die Leistungsfähigkeit des i8-Antriebskonzepts signalisieren.
Vergrößern Im Modus "Sport" sollen zwei rote Instrumente die Leistungsfähigkeit des i8-Antriebskonzepts signalisieren.
© Bosch

Anders im Modus "Sport": Zwei rote Instrumente mit Drehzahlmesser rechts signalisieren hier auf den ersten Blick die volle Leistungsfähigkeit des i8-Antriebskonzepts (und die dann deutlich reduzierte Reichweite). In allen Modi wird der Raum zwischen den beiden Instrumenten flexibel, zum Beispiel für Navigationshinweise oder für Radio- oder Telefoninformationen, genutzt. Solch unterschiedliche Darstellungen in Abhängigkeit vom gewählten Fahrmodus findet man aber auch schon in einigen anderen modernen PKWs.

Ausführlicher Test: BMW i3

Besonders stolz sind die Bosch-Ingenieure an kleinen Details wie dem flüssigen Lauf der "Zeiger" über die Skalen: Sowohl Hardware wie Software wurden entsprechend leistungsfähig ausgelegt, so dass eine perfekte visuelle Rückmeldung auch bei hochdynamischen Animationen sichergestellt sein soll.

Video: BMW i3 Rex im Praxistest

In dem Kombiinstrument kommt hardwareseitig eine Zweiprozessor-Architektur zur Anwendung – eine Recheneinheit ist ausschließlich für die Grafikaufbereitung zuständig, die andere für die übrigen Funktionen. Die Rechenleistungen sind so ausgelegt, dass zusätzlich die Elektronikbasis eines Head-up-Displays über das Kombiinstrument angesteuert werden kann. Die Datenanbindung erfolgt über die Bus-Systeme CAN (Controller Area Network) und MOST (Media Oriented Systems Transport). Das TFT-Display sitzt hinter einer optisch gebondeten Mineralglasscheibe und folgt so dem Trend moderner Smartphones oder Tablet-PC, wie Bosch meint.

Steckbrief: BMW i8

Das BMW i8 ist ein Plug-in-Hybrid. Ein 1,5-Liter-3-Zylinder-Benzin-Motor mit 320 Newtonmeter Drehmoment und 170 kW/231 treibt die Hinterräder an. Ein Elektromotor mit 250 Newtonmeter Drehmoment und 96 kW/131 PS liefert die Kraft an die Vorderräder. Die Höchstgeschwindigkeit des i8 hat BMW bei 250 km/h abgeregelt. Es stehten 2+2 Sitzplätze zur Verfügung. Der BMW i8 ist knapp 4,7 Meter lang, seine Fahrgastzelle besteht aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK), das Drive-Modul wiederum fertig BMW aus Aluminium - genauso wie beim BMW i3, dem kleinen Bruder des i8. Für den Luftwiderstandsbeiwert (Cw-Wert) nennt BMW 0,26.

Mehr Informationen zum BMW i8

0 Kommentare zu diesem Artikel
2000594