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Das größte Sicherheitsrisiko hat zwei Augen, eine Nase, ...

22.06.2005 | 14:26 Uhr |

... und sitzt vor dem Computer oder am Telefon - sagt eine kürzlich durchgeführte Studie.

Die Schwachstelle, über die Unbefugte mit der geringsten Mühe an vertrauliche Informationen gelangen können, ist der Anwender selbst. Diese nicht gerade revolutionäre Erkenntnis wird durch eine Studie untermauert, die von der Unternehmensberatung Deloitte durchgeführt wurde.

Befragt wurden hundert Sicherheitsverantwortliche bei führenden Finanzunternehmen weltweit. Ein Drittel der Befragten gab an, es habe im letzten Jahr mindestens einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall im Unternehmen gegeben, bei dem Angestellte beteiligt waren. Bei einer ähnlichen Umfrage im Vorjahr lag diese Zahl noch bei 14 Prozent.

Bekannte Sicherheitslücken in der eingesetzten Technik werden inzwischen relativ schnell beseitigt. Daher konzentrieren sich Angreifer immer mehr auf die Schwachstelle Mensch. Nach den Ergebnissen der Studie hat die Zahl der Angriffe insgesamt eher abgenommen, während Phishing und Pharming weiter auf dem Vormarsch sind. Die Schulung ihrer Anwender ist daher eine der wichtigsten Aufgaben, denen sich die Verantwortlichen für IT-Sicherheit widmen müssen. Bislang wurden der Umfrage zufolge lediglich bei sechs Prozent der Unternehmen Warnungen in Bezug auf Phishing und Pharming ausgesprochen.

Die Information der Kunden von Finanzdienstleistern wie Banken ist eine weitere Aufgabe, der sich die Unternehmen stellen müssen. Bislang sind Sicherheitsinformationen und aktuelle Warnungen vor PhishinGoogle-Mails noch nicht oder nicht deutlich genug auf den Web-Seiten der meisten Geldinstitute zu finden.

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