07.02.2006, 05:05

Hans-Christian Dirscherl

Das gehört auf jeden Rechner II: Firewall

Eine Firewall versteckt Rechner oder lokale Netzwerke vor Späh- und Angriffsversuchen aus dem Internet und überwacht den Verkehr an den offenen Ports. Die am meisten bei Heimanwendern verbreiteten Firewallvariante ist die Desktop-Firewall. Auch davon gibt es kostenpflichtige und kostenlose Varianten. Die bekanntest Gratis-Desktop-Firewall dürfte – neben der in Windows XP ab dem SP2 integrierten "Brandschutzmauer" – die 53:Firewall Zone Alarm sein. Die Firewall von Windows XP mit SP2 ist Bestandteil des Windows Sicherheitscenters.
Microsoft entwickelt die in sein Betriebssystem integrierte Firewall übrigs stetig weiter. So soll die Firewall von Windows Vista, die auf einer Überarbeitung der XP-Firewall basiert, Datenverkehr in beiden Richtungen filtern können. Während die XP-Firewall lediglich ankommende Verbindungen filtert, kann Windows Vista auch gezielt Programme daran hindern, eine Verbindung ins Internet oder in das lokale Netz aufzubauen. Mehr erfahren Sie hier:
2:Windows Vista mit Zwei-Wege-Firewall
Der Einsatz von Desktop-Firewalls ist allerdings umstritten, für den Durchschnittsnutzer empfiehlt sich ihr Einsatz in der Regel aber durchaus. Besonders dann, wenn sonst keinerlei Schutzmaßnahmen gegen offen stehende Ports ergriffen werden.
Infos zu Internet-Attacken und Firewall-Tipps gibt’s 6656/index1:2.html:hier.
Neben den hinlänglich bekannten und weit verbreiteten Desktop-Firewalls gibt es aber auch noch hardwarebasierte Firewalls. Dabei handelt es sich um separate Geräte, die ausschließlich zu diesem einen Zweck eingesetzt werden. Die Firewall befindet sich also nicht auf dem zu schützenden Rechner selbst. Solche Hardwarefirewalls können auch in Router oder DSL-Modems integriert werden, wie es beispielsweise bei AVM-Produkten der Fall ist. Das ist ein bequemer und alltagstauglicher Weg.
Es gibt aber auch eine aufwändigere Lösung für Bastler: Falls Sie einen alten, unbenutzten Rechner bei sich herumstehen haben, können Sie diesen zu einer separaten Hardware-Firewall umfunktionieren. Beispielsweise mit einem passenden Linux-System. In Zukunft läuft dann der gesamte Internettraffic über diese Hardwarefirewall, bevor Sie zu Ihrem Rechner kommt. Die IP-Adresse Ihres PCs wird dadurch ebenfalls vor neugierigen Blicken aus dem Internet verborgen.
Ein Beispiel für so eine Firewall auf Linuxbasis ist Fli4l. Mehr zu dieser Möglichkeit, eine Hardware-Firewall aufzusetzen, erfahren Sie hier.
Für den Durchschnittsnutzer ist ein solcher separater Rechner, der nur als Firewall dient, aber ein übertriebener Aufwand. Wer möchte sich schon einen zweiten PC neben den Haupt-PC stellen und beide zugleich betreiben?
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