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Das dreckige Dutzend der Spammer

24.08.2004 | 12:46 Uhr |

Derzeit blickt alles auf die olympischen Spiele in Griechenland. Welches Land wird am Ende den Medaillenspiegel anführen? In einer außerolympischen Disziplin sind die USA schon jetzt unumstrittener Sieger: Im Spammen. Eine neue Liste der zwölf größten Spam-Staaten beweist es.

Jeder hat sie, jeder hasst sie – Spammails. Doch wo kommen die virtuellen Nervensägen eigentlich her. Sicherheitsspezialist Sophos hat die Top12 der Länder zusammengestellt, aus denen die meisten Spammails kommen.

Die Forscher scannten alle Mails, die in ihren weltweit eingerichteten fiktiven Mail-Konten (Honey-Pots) im letzten Monat eingegangen sind. Hier das Ergebnis mit den zwölf schlimmsten Spam-Ursprungsländer:

1. USA

42,53 Prozent

2. Südkorea

15,42 Prozent

3. China (& Hong Kong)

11,62 Prozent

4. Brasilien

6,17 Prozent

5. Kanada

2,91 Prozent

6. Japan

2,87 Prozent

7. Deutschland

1,28 Prozent

8. Frankreich

1,24 Prozent

9. Spanien

1,16 Prozent

10. Großbritannien

1,15 Prozent

11. Mexiko

0,98 Prozent

12. Taiwan

0,91 Prozent


Andere: 11,76 Prozent.

Fast neun Monate nach Verabschiedung des amerikanischen CAN-SPAM-Gesetzes und weiteren Versuchen, Spam einen Riegel vorzuschieben, scheint es so, als habe das Gesetz nur wenig Auswirkungen, so Sophos. Die USA sind immer noch bei weitem der größte Spam-Versender in der Welt. Dagegen hat Kanada einige Fortschritte gemacht und den "Spam-Export" innerhalb von sechs Monaten von 6,8 Prozent auf 2,9 Prozent gesenkt.

Sophos stellt in seiner Analyse zudem fest, dass Südkorea - das Land mit den weltweit meisten Breitband-Internet-Zugängen - seine Position unter den führenden Spam-Produzenten gefestigt hat. Seit der
letzten Analyse im Februar hat das Land seinen prozentualen Anteil am weltweiten Spam-Versand verdreifacht.

IBM nutzt DNA-Analyse-Tool zum Spam-Schutz (PC-WELT Online, 24.08.2004)

Symantec: 65 Prozent aller Mails sind Spam (PC-WELT Online, 12.08.2004)

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