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Das bringt die Zukunft

Die Siemens AG arbeitet gemeinsam mit der Universität Linz an einem neuartigen Navigationssystem fürs Auto, das Komfort und Sicherheit kombiniert.

Bei der Entwicklung neuer Navigationssysteme steht vor allem die Ausgabe der Routeninformationen im Vordergrund. Der Fahrer soll möglichst wenig durch seitliche Blicke auf das Display abgelenkt werden, sich auf den Verkehr konzentrieren und dennoch alle Infos zu Gesicht bekommen. Einen Schritt in diese Richtung hat VDO unternommen: Beim diesem System wird eine kleine Straßenkarte in den Rückspiegel eingeblendet. Mit dem Head-up-Display geht BMW noch einen Schritt weiter und projiziert alle relevanten Informationen wie bei einem Flugzeugcockpit direkt auf die Frontscheibe.

Als Gemeinschaftsentwicklung der Siemens AG und der Johannes-Kepler-Universität Linz soll ein neuartiges Navigationssystem in rund fünf Jahren Serienreife erlangen. Bei der "Augmented Reality Fahrzeugnavigation" wird eine Kamera hinter dem Rückspiegel des Fahrzeugs installiert. Diese nimmt die Fahrbahn aus der Perspektive des Fahrzeuglenkers auf und projiziert die Straßenansicht ähnlich einem Fernsehbild auf das Navigations-Display. Der Bord-Computer berechnet aus den gespeicherten Karteninformationen und dem GPS-Signal die Route, die sich als transparentes gelbes Band passgenau über das reale Bild der Kamera legt (siehe Bild). Denkbar ist dann auch eine Kombination mit einem Head-up-Display zur Frontscheibenprojektion. Der Fahrer sieht ein täuschend echtes Lotsenfahrzeug auf der Windschutzscheibe und folgt diesem.

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