200686

Das Erste auch für unterwegs

Nach Ansicht der ARD werden DVB-H und DMB für die TV-Grundversorgung unverzichtbar.

Die ARD will möglichst bald mobiles und portables terrestrisches Fernsehen anbieten. Das hat der Senderverbund nach seiner Hauptversammlung in Leipzig angekündigt. Der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber sagte: „Wenn sich die Rundfunknutzung zunehmend auf mobile Plattformen verlagert, muss sich unser Senderverbund hier ebenfalls positionieren. Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist Rundfunk für alle. Wir wollen und werden deshalb künftig auch diesen Vertriebsweg für unsere Angebote nutzen.“ Die ARD denkt dabei vor allem an DVB-H und DMB. Beide Formate könnten über die eigenen digitalen terrestrischen Sendernetze frei empfangbar für jedermann ausgestrahlt werden.

Während sich in Korea für die mobile Rundfunkverbreitung bereits das auf DAB basierende T-DMB-System durchsetzen konnte, befindet man sich in Deutschland und Europa derzeit noch in der Erprobungsphase. Vor dem Hintergrund der im Jahr 2006 anstehenden internationalen Funkverwaltungskonferenz und der damit einhergehenden Neuordnung von terrestrischen Funkfrequenzen ist es nach Auffassung der ARD derzeit aber verfrüht, sich schon jetzt auf ein einzelnes System oder ein endgültiges Nutzungsszenario festzulegen. Ziel der ARD werde es jedoch sein, einem breiten Publikum auch unter veränderten technischen Bedingungen einen freien Zugang zu medienspezifischen, öffentlich-rechtlichen Programmangeboten zu ermöglichen.

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