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Darum sind ältere Menschen keine Raubkopierer

07.11.2014 | 13:43 Uhr |

Eine neue Studie der FH Köln hat nun herausgefunden, warum Menschen mit zunehmenden Alter immer weniger illegal im Netz herunterladen - tatsächlich ist der Grund ziemlich banal.

Es ist schon länger anhand mehrerer Studien bewiesen, dass die Anzahl illegaler Downloads mit steigendem Alter sinkt. Doch bisher konnte keine dieser Untersuchungen den Grund dafür nennen. Eine neue Studie des Instituts für Informationswissenschaften der Fachhochschule Köln unter Führung von Prof. Dr. Frank Linde hat nun die Antwort: Mit dem Einstieg ins Berufsleben sinkt auch das illegale Downloaden, sprich ältere Menschen haben einfach weniger Zeit dafür. Ob allerdings auch Faktoren wie das gestiegene Einkommen oder fortgeschrittene technische sowie rechtliche Kenntnisse eine Rolle spielen, konnten die Untersuchungsergebnisse nicht bestätigen.

Der Job nimmt ehemalige Raubkopierer in Beschlag

„Unsere Untersuchung hat ergeben, dass besonders Menschen in einer höheren beruflichen Position weniger schwarzkopieren. Dies liegt vermutlich daran, dass für sie der Reputationsverlust oder eine drohende Bestrafung schwerer wiegen als für Menschen in niedrigeren Positionen. Zudem konnten wir nachweisen: Je älter man ist, desto mehr Zeit wird für den Beruf aufgewandt und desto weniger wird illegal heruntergeladen“, so Linde. Darüber hinaus konnte sein Team auch die Annahme bestätigen, dass Menschen mit höheren moralischen sowie ethnischen Überzeugungen weniger illegal herunterladen, ein Bezug zum Alter ließ sich dabei aber nicht herstellen. Denn hierbei könnten auch religiöse Ansichten, Gesellschaftsnormen oder sogar das Geschlecht entscheidend sein.

Bundesweite Razzia gegen Boerse.bz

Für die Befragung wurden über 200 Quellen ausgewertet, um schlussendlich 30 Einflussfaktoren herauszuarbeiten. Daraus wählte das Team die Faktoren aus, die direkt mit dem Alter zusammenhängen. Dazu zählen unter anderem eine gehobene Job-Position, der Zeitaufwand für den Beruf oder gestiegene Rechts-Kenntnisse. Daraus setzte das Institut einen Fragebogen mit 14 Fragen auf und ließ ihn von 719 Teilnehmern ausfüllen. Letztere setzten sich aus Schülern, Studenten, Berufseinsteigern sowie bereits länger im Berufsleben stehenden Personen. 344 Fragebögen haben die Befragten komplett ausgefüllt. Die Forschungsergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite der FH Köln.

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