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Vodafone verdoppelt Datenumsätze

Im ersten Geschäftshalbjahr 2007/08 konnte Vodafone die Umsätze aus reinen Datendiensten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppeln. Bei genauer Betrachtung wird allerdings deutlich, dass der britische Netzbereiber mit seiner 3G-Offensive weniger erfolgreich war, als bislang angenommen.

Letzte Woche hat Vodafone die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2007/08 vorgelegt, das am 30. September endete. Wie viele andere Netzbetreiber listet auch Vodafone in der Kategorie Data die Einnahmen aus reinen Datendiensten und Services wie Kurz- und Multimedia-Nachrichten gemeinsam auf. Um Marktbeobachtern und Analysten einen besseren Überblick über die Umsatzstruktur zu verschaffen, hat der Betreiber seine Einnahmen aus Datendiensten in die Bereiche "Data" (nur Datentransfer) und "Messaging" (SMS, MMS) gegliedert - und dabei eine interessante Entwicklung gezeigt.

Demnach erzielte der Konzern in den Monaten von April bis September einen weltweiten Umsatz aus reinen Datendiensten in Höhe von 967 Millionen britischen Pfund (1,34 Milliarden Euro), das entspricht einer Steigerung von 49 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Ein hervorragendes Wachstum. Auf den ersten Blick.

Bei einem Gesamtumsatz von fast 17 Milliarden Pfund (23,65 Milliarden Euro) beträgt der Anteil aus reinen Datendiensten lediglich 5,69 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 erwartet das Unternehmen rund 2 Milliarden Pfund. Laut Vodafone ist der steigende Datentransfer auf die zunehmende Verbreitung von UMTS-Handys zurückzuführen, doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass vor allem Nutzer mit 2G-Handys dafür verantwortlich sind; bei den 3G-Kunden sank der Umsatz im Jahresvergleich von 59 auf 45 Pfund.

Zwar sind die Datenraten von GPRS/EDGE geringer als bei UMTS oder HSDPA. Fallende Preise für mobilen Datentransfer führen jedoch dazu, dass auch Nutzer mit langsamerer Internet-Anbindung verstärkt im Netz aktiv sind. Gerade Online-Plattformen wie Google oder Facebook haben mit Messaging- und Social-Networking-Anwendungen den Massenmarkt erreicht und sorgen dafür, dass Web-Applikationen ihren Weg vom PC aufs Handy gefunden haben.

Bei der Sprachtelefonie kam es zu einem starken Preisdruck. Innerhalb eines Jahres stieg die Minutenzahl von 115 auf 198 Milliarden (plus 72 Prozent), der daraus resultierende Umsatz legte jedoch nur um 7 Prozent zu. Neben Preisrückgängen in den Industrienationen ist diese Entwicklung in erster Linie auf die Expansion in Schwellenländern zurückzuführen, wo die Netzbetreiber ihre Präsenz stark ausbauen.

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