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Dämpfer für US-Netzneutralität

15.01.2014 | 16:58 Uhr |

Der Netzneutralität in den USA wurde durch das aktuelle Urteil eines Berufungsgerichts ein Dämpfer verpasst.

Im Rahmen der Netzneutralität sollen alle Datenpakete im Internet gleich behandelt werden. Gegen diese Regelung wehrt sich nicht nur die Telekom in Deutschland, sondern auch der US-amerikanische Telekommunikationskonzern Verizon. Das Unternehmen hatte vor wenigen Monaten Klage eingereicht und bekam in dieser Woche von einem Berufungsgericht Recht.

Damit erteilt das US-Rechtssystem der Netzneutralität einen Dämpfer, der sich vor allem negativ auf die Zukunft von Videodiensten wie YouTube oder Netflix auswirken könnte. Sollte das aktuelle Urteil Bestand haben, werden Google & Co. für den Transport ihrer Daten durch die US-Breitbandnetze möglicherweise bald zur Kasse gebeten. In den aktuellen Geschäftsmodellen sind diese zusätzlichen Kosten nicht vorgesehen und die Unternehmen könnten die Gebühren auf ihre Kunden umlegen.

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Dem aktuellen Fall liegen die so genannten „Open Internet“-Regeln zugrunde, die 2010 von der US-Telekommunikationsaufsicht FCC eingeführt wurden. Sie legen den Spielraum der Netzbetreiber mit unterschiedlichen Daten fest und schränken diesen an einigen Stellen ein. Verizon klagte gegen diese Regelung, woraufhin das Berufungsgericht nun urteilte, dass die FCC damals gar keine Berechtigung gehabt habe, derartige Beschränkungen einzuführen. Es bleibt nun abzuwarten, wie die FCC auf das Urteil reagiert.

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