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Wohnmobilhersteller Hymer trackt Fahrzeuge mit Wi-Fi-Tags

23.05.2007 | 10:30 Uhr |

Die Ziele heißen schnellere Produktionsabläufe und höhere Datensicherheit.

Die Hymer AG mit Sitz in Bad Waldsee stattet künftig jedes Wohnwagen- oder Wohnmobil-Chassis, das in ihre Produktionshallen rollt, mit einem Wi-Fi-Chip aus. Er soll helfen, die Fahrzeuge zu identifizieren und ihren aktuellen Aufenthalt zu lokalisieren.

Mit Hilfe eines mobilen Endgeräts, beispielsweise eines PDA, kann dann jeder autorisierte Mitarbeiter zeit- und ortsunabhängig prüfen, in welchem Produktionsstatus und wo genau sich ein Fahrzeug gerade befindet. Das Realtime Location System (RTLS) soll auch die Suche nach fertigen Wohnwagen oder Wohnmobilen erleichtern, die auf dem Fabrikparkplatz ihrer Abholung harren.

Der Wohnmobilhersteller beauftragte den Netzspezialisten Siemens Enterprise Communications, die Produktionsanlage mit einer WLAN-Infrastruktur für Logistik auszustatten. Er konnte dabei auf einem vorhandenen Wireless LAN aufbauen. Gemeinsam mit dem Technologiepartner Ekahau installierte Siemens dann auch das Tracking-System.

Im Einzelnen umfasst die Lösung den "HiPath Wireless LAN Controller" und "HiPath Access Points" sowie den "WLAN Controller" von Siemens. Letzterer verbindet die Anwender mit den Zugangspunkten in den zentral verwalteten IP-Subnetzwerken. Laut Siemens erlaubt er es – dank seiner Plug-and-Play-Fähigkeit –, neue Access Points automatisch zu erfassen und zu konfigurieren.

Die Zugriffspunkte sind sowohl im Innenbereich als auch auf dem Werksgelände installiert, so dass sie eine einheitliche Funkabdeckung aller Unternehmensbereiche sicherstellen – zumindest derjenigen, die auf die drahtlosen Dienste zugreifen müssen. Eine dynamische Verschlüsselung der Daten soll das Netz vor Angriffen von außen schützen.

Ekahau steuerte zu der Lösung seine aktiven Funk-Chips und die "Ekahau Positioning Engine" (EPE) bei. Die Software dient dazu, die Informationen zu sammeln und auszuwerten, die ständig von den Tags auf die PDAs der Mitarbeiter gesendet werden (weitere Informationen zu Tracking und Funktechnik bietet der Artikel zum Thema: "RFID erfordert andere Prozesse" ).

Hymer hofft nun, mit der RTLS-Installation seine Produktion zu beschleunigen und flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können. "Mittels dieser Lösung ist es uns möglich, verstärkte Transparenz in unserem Materialfluss zu erzielen", sagt Michael Tregner, Geschäftsführer Hymer. Zudem handle es sich um eine "kostengünstige Lösung", weil das Tracking-System auf dem bestehenden Siemens-WLAN aufbaue. (qua)

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