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SAP verzichtet im Konkurrenzkampf mit Oracle weiter auf Zukäufe

17.09.2007 | 08:40 Uhr |

Der Computerkonzern SAP verzichtet im Konkurrenzkampf mit seinem härtesten Rivalen Oracle weiter auf milliardenschwere Zukäufe.

"Die Frage ist doch, warum wir eine Großakquisition brauchen sollten. Wir gewinnen wieder Marktanteile und das, ohne 25 Milliarden Dollar für Zukäufe auszugeben", sagte Vorstandschef Henning Kagermann der "Wirtschaftswoche". "Wir verspüren keinen Zwang."

Im Streit um die Industriespionageaffäre zwischen den beiden Softwarekonzernen rechnet der Manager derweil nicht mit einer außergerichtlichen Einigung: "Ich glaube, Oracle möchte das Thema so lange wie möglich in den Medien halten", sagte der Chef des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware. Der US-Konzern wirft SAP vor, sich wiederholt unerlaubt Zugang zu einer Oracle -Webseite für die Kundenbetreuung verschafft und von dort Software sowie Dokumentationen heruntergeladen zu haben.

Am 25. September treffen sich die beiden Kontrahenten vor einem Gericht in San Francisco (USA), um über die Möglichkeit einer außergerichtlichen Lösung in dem Konflikt zu beraten. Die bei dem Gericht eingereichte Klage des US-Konzerns lautet auf Diebstahl geistigen Eigentums. Der Walldorfer DAX-Konzern wird an diesem Mittwoch in New York ein neues Mittelstands-Komplettpaket für über das Internet mietbare Unternehmenssoftware vorstellen. Mit seiner Mittelstandsoffensive will SAP bis zum Jahr 2010 rund 10.000 Neukunden gewinnen. (dpa/tc)

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