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KarstadtQuelle und Springer wollen Amazon Konkurrenz machen

08.05.2007 | 10:53 Uhr |

Der Handelskonzern KarstadtQuelle und der Axel-Springer-Verlag wollen trotz einiger Verzögerungen im Herbst mit einem eigenen Onlineshop für Elektronikartikel an den Start gehen.

Die Internetplattform habe den Arbeitstitel "Myby", sagte Springer -Geschäftsführer Walter Gunz der "Financial Times Deutschland" (FTD/Dienstagausgabe). Möglicherweise werde so auch der endgültige Name lauten, dies sei aber noch nicht entschieden.

KarstadtQuelle und Axel Springer hatten ihr Jointventure bereits im Februar angekündigt , Angebotspalette und Starttermin des Onlineshops aber bisher offen gelassen. Der Springer-Geschäftsführer räumte nun ein, dass es Verzögerungen gegeben habe. Die Probleme seien inzwischen jedoch weitgehend gelöst. "Es soll im Herbst losgehen", sagte Gunz. Anders als ursprünglich geplant, solle der Einkauf nun möglichst unabhängig von KarstadtQuelle agieren.

Als Hauptkonkurrent des neuen Gemeinschaftsunternehmens sieht Gunz den US-Onlinehändler Amazon.com . Grundsätzlich sei das Potenzial des Online-Geschäfts aber begrenzt: "Der Internethandel wird in fünf bis zehn Jahren am gesamten Einzelhandelsumsatz einen Anteil von 25 bis 30 Prozent haben", sagte Gunz. "Er wird aber nie 50 Prozent erreichen." Lediglich bei einigen Produkten wie digitalen Kameras könnte der Anteil höher liegen. (dpa/tc)

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