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Europäische Verbraucherschützer hinterfragen Google-DoubleClick-Deal

06.07.2007 | 11:56 Uhr |

Auch europäische Verbraucherschützer sorgen sich angesichts der angekündigten Übernahme des Banner-Vermarkters DoubleClick durch Google.

Das Bureau Européen des Unions de Consommateurs ( BEUC ) hat die Europäische Kommission und andere Behörden aufgefordert, die Auswirkungen des geplanten Geschäfts auf Verbraucher zu prüfen. Die Verbraucherschützer sorgen sich um den Datenschutz angesichts der massiven Datenmengen, die ein kombiniertes Unternehmen aus Google und DoubleClick ansammeln würde.

Google hatte die Übernahme von DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar im April angekündigt und weist die Vorwürfe zurück. "Es dürfte nicht überraschen, dass wir das anders sehen", erklärte Rachel Whetstone, Director of European Corporate Communications. Aus Sicht von Google können Verbraucher von dem Geschäft nur profitieren, zum einen durch günstigere Services für Publisher und Werbetreibende, zum anderen durch relevantere Werbung für Internet-Nutzer.

In den USA hatten sich schon zuvor etliche Bedenkenträger zu Wort gemeldet. Nach Eingaben unter anderem des Electronic Privacy Information Center (EPIC), des Center for Digital Democracy sowie der U.S. Public Interest Research Group untersucht nun die Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) die Übernahmepläne. Die Gruppen sorgen sich, wie Google seine Daten und die Privatsphäre seiner Nutzer schützen will, unter anderem was den Umgang mit Cookies und anderen Daten angeht, die eine Identifizierung von Nutzern ermöglichen könnten.

Die Europäische Kommission ist nach Angaben einer Sprecherin bislang weder von Google noch von DoubleClick offiziell über die geplante Übernahme informiert worden. Übernahmen können abhängig vom Ort der Geschäftstätigkeit, dem Umsatz der beteiligten Unternehmen und anderen Faktoren in die Zuständigkeit der Kommission oder von einzelstaatlichen Kartellbehörden fallen, so die Sprecherin weiter. (tc)

Dieser Artikel stammt von computerwoche.de .

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